Evangelisches Dekanat erwartet 600 Teilnehmer zu Kindergottesdiensttagung
Kinder sind mehr als Zukunft

Pfarrer Hans-Martin Meuß, der Kaltenbrunner Pfarrer Matthias Weih, Pfarrer Hartmut Klausfelder (Vorsitzender des Landesverbandes für evangelische Kindergottesdienstarbeit), Kindergottesdienst-Pfarrerin Susanne Haeßler, Lea Trottmann, stellvertretender Dekan Dirk Grafe, Dekan Dr. Wenrich Slenczka und Dekanatsassistentin Lieselotte Käß (von links) werben für die Tagung "Kirche mit Kindern" und bitten Privatleute, ihre Gästezimmer für die Kongressteilnehmer zu öffnen. Bild: ui
 
Pfarrer Hans-Martin Meuß, der Kaltenbrunner Pfarrer Matthias Weih, Pfarrer Hartmut Klausfelder (Vorsitzender des Landesverbandes für evangelische Kindergottesdienstarbeit), Kindergottesdienst-Pfarrerin Susanne Haeßler, Lea Trottmann, stellvertretender Dekan Dirk Grafe, Dekan Dr. Wenrich Slenczka und Dekanatsassistentin Lieselotte Käß (von links) werben für die Tagung "Kirche mit Kindern" und bitten Privatleute, ihre Gästezimmer für die Kongressteilnehmer zu öffnen. Bild: ui

Mit Praktikantin Lea Trottmann im Bett im Betsaal des Dekanats werben die Evangelischen für eine Großveranstaltung der Landeskirche. Doch verschlafen wird die Tagung "Kirche mit Kindern" vom 10. bis 12. Juni ganz bestimmt nicht. Schon eher soll sie Flügel verleihen und neue Kraft schenken.

600 Teilnehmer aus ganz Bayern - selbst eine Gruppe aus Tschechien hat sich bereits angemeldet - werden für die dreitägige Veranstaltung vom Landesverband für evangelische Kindergottesdienstarbeit erwartet. In dessen Vorstand sind zwei Vertreter aus dem Dekanat, freut sich Dekan Dr. Wenrich Slenczka. "Das Ganze zeigt, dass Kinder nicht die Zukunft unserer Kirche, sondern die Gegenwart sind."

Von einer Chance, die Weltoffenheit der Region zu zeigen, spricht Hartmut Klausfelder. Der Pfarrer von Neustadt am Kulm ist Vorsitzender des Landesverbandes. Das Motto "weit - weiter - Weite" sei auf Weiden zugeschnitten. "Besonders der Abschlussgottesdienst ist für die ganze Stadt." Auch zum Kulturprogramm und zu den weiteren Angeboten des Kongresses, wie den Markt der Möglichkeiten in der Max-Reger-Halle, sind Interessenten jeder Konfession eingeladen.

"Es ist ein Schatz, dass sich Menschen finden, die Kindern in ihrer Freizeit den Glauben beibringen wollen und Gottesdienst in ganz vielfältigen Formen feiern", sagt Susanne Haeßler. Die Pfarrerin für Kindergottesdienst ist beim Landesverband tätig, der in Nürnberg beim Amt für Gemeindedienst angesiedelt ist. Alle vier Jahre wird eine derartige Tagung mit dem Charakter eines kleinen Kirchentages für die Haupt- und Ehrenamtlichen angeboten. Haeßler lobt die etwa 8000 Mitarbeiter, die den Großteil der Kindergottesdienstarbeit in Bayern schultern. Für sie könne das Wochenende zur Tankstelle für Ideen und Glauben werden.

Schnitzeljagd und Kultur


Referenten aus ganz Deutschland bestreiten die 38 Workshops und Bibelarbeiten für Jugendliche und Erwachsene. Neben klassischen Arbeitsgruppen zum Erzählen mit und ohne Bildern, mit Handpuppen, dem japanischen Kamishibai-Theater oder zu kindgerechten Ritualen gibt es Exoten wie eine Schnitzeljagd mit Smartphone und Tablet. "Alle, die sich für Kinder stark machen, sind eingeladen zu Fachfortbildung, zu Theater, Fest und Begegnung. Dazu zählt auch das Kulturprogramm, das am Freitag, 10. Juni, mit dem Pfarrer und Figurentheater-Spieler Matthias Jungmann mit seinem Programm "Radieschenfieber" beginnt. Außerdem treten die "Gebrüder Sing" auf, die schon in der Comödie Fürth auf der Bühne standen.

Am Samstagabend, 11. Juni, gastiert der evangelische Pfarrer und Liedermacher Wolfgang Buck im kleinen Saal der Max-Reger-Halle. Im großen Saal zeigt das LTO das politische Märchen "Die Suche nach dem verborgenen Schatz". Im Vereinshaus unternimmt die Band "Lower Market" einen musikalischen Gang durch die Rock- und Popgeschichte.

Bischof am Oberen Markt


Der Abschlussgottesdienst mit Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm beginnt am Sonntag, 12. Juni, um 10 Uhr auf dem Oberen Markt. Klausfelder hofft auf 1000 Besucher des Freiluftgottesdienstes. Einige evangelische Gemeinden werden an diesem Tag keinen eigenen Gottesdienst feiern, sondern - zum Teil mit Bussen - nach Weiden kommen.
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