Ex-Lehrer und Spezialist für Entwicklungsstörung zu Gast bei Offener Behindertenarbeit
Über Stotter-Streiche und Autismus

Was jetzt für ein Lächeln sorgt, tat früher noch richtig weh. Über den Schulalltag von damals und heute erzählte der ehemalige Lehrer und Grünen-Stadtrat Veit Wagner den Menschen mit und ohne Behinderung im Erzählcafé. Das Gespräch leitete Heidi Beck (links). Bild: hfz

Früher und heute: Diese Begriffe schaffen Geschichten. Vergleiche ziehen, in Erinnerungen schwelgen, darüber lachen und erstaunt sein. Beim Erzählcafé, zu dem sich Menschen mit und ohne Behinderung einmal im Monat unter Leitung von Heidi Beck im barrierefreien Café "Sonneninsel" der Offenen Behindertenarbeit (OBA) des Allgemeinen Rettungsverbandes Weiden treffen, ließ diesmal Grünen-Stadtrat Veit Wagner die Zuhörer an seinen Erfahrungen und Erlebten teilhaben.

"Die Schule hat mich nie losgelassen", erzählte der ehemalige Lehrer des Keplergymnasiums. Eingeschult im Jahre 1953 erinnerte er sich an seine eckige Schultüte und an Streiche wie kollektives Stottern der Klasse beim Vorlesen. Ohren ziehen und auf die Hand schlagen: Das sei heute undenkbar. Selbst bezeichnete er sich übrigens als "artigen, liebevollen Jungen". Die Reaktionen auf Wagners Bilder und Bücher von früher waren durchwegs positiv.

Auch am Abend wurde es für die Mitarbeiter der Offenen Behindertenarbeit interessant. Markus Göhler, Autistenbeauftragter des HPZ-Irchenrieth, referierte über die tiefgreifende Entwicklungsstörung Autismus. Filme und Fallbeispiele aus seiner Praxis bescherten einen fesselnden Informationsabend.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.