Fachakademie für Sozialpädagogik wirbt bei Tag der offenen Tür um neue Erzieher und ...
So wichtig wie Lehrer

Karlheinz Binner, Leiter der Caritas-Fachakademie für Sozialpädagogik (Mitte), hilft am "Tag der offenen Tür" seinen Studierenden im Werkraum bei der Herstellung einer Skulptur für den Gartenbereich. Bild: sbü

Auch in Deutschland hat man längst die Bedeutung vorschulischer Kindererziehung erkannt. In Kindergärten und Kitas geht es um Pädagogik und die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder. Erzieher sind ebenso wichtig wie Lehrer.

Am "Tag der offenen Tür" stellte sich die Caritas-Fachakademie für Sozialpädagogik der Öffentlichkeit vor. Ein buntes Programm mit Film, Puppentheater und Musikeinlagen von Chor und Band erfreute die Besucher. Alle Räume der Fachakademie waren geschmückt und vorbereitet. Das Treppenhaus in der Bismarckstraße hing voller Bilder und Plakate. Und überall war emsiges Werken zu beobachten.

Nicht "kleine Erwachsene"


Lehrkräfte und Studierende standen für Auskünfte zur Verfügung. "Mindestens 200 Besucher" zählte Karlheinz Binner, Leiter der Fachakademie. Mit dem bunten Programm wollten der Schulleiter, Lehrkräfte und Studierende nicht nur die Besucher unterhalten, sondern vor allem über die Ausbildungen zum Kinderpfleger und Erzieher informieren. "Ich bin nicht Tante Memory", überschrieb die Fachakademie ihre Einladung zum Tag der offenen Tür. Damit deutet sie den Wesenskern der heutigen Ausbildung an. Schulleiter Binner nennt dazu den Begriff "Persönlichkeitsentwicklung". Kinder seien keine "kleinen Erwachsenen". Ihre individuellen Kompetenzen sollen im Vorschulalter entwickelt werden.

Die Fachakademie besteht seit 44 Jahren. Binner ist im vierten Jahr Schulleiter, Vorgänger Hans-Georg Aigner hat die Einrichtung aufgebaut. 21 Lehrkräfte unterrichten 150 Schüler und Studierende, davon 90 (10 Männer) in der Erzieherausbildung. Mittlere Reife ist Voraussetzung. Während der Ausbildung an der Fachakademie kann die Hochschulreife erworben werden.

Studierende der Fachakademie seien in der Regel zwischen 19 und 22 Jahre alt. "Gut ist, dass wir auch ältere Quereinsteiger haben", sagt Binner. Als Mangelberuf will Binner den Erzieherberuf in der hiesigen Region nicht bezeichnen, manchmal bestünde die Problematik, Vollzeitstellen zu besetzen. Nach wie vor gebe es deutlich mehr Bewerber als Ausbildungsplätze. Da Einstiegsgehalt liege brutto bei 2700 Euro. Bewerbungen für das nächste Ausbildungsjahr können noch bis 1. März erfolgen. Wichtigste Ausbildungsfächer seien Pädagogik/Psychologie/Heilpädagogik sowie Praxis- und Methodenlehre einschließlich Gesprächsführung sowie ein Wahlfach. "Weil wir eine kirchliche Einrichtung sind, spielt auch das Thema Religion eine wichtige Rolle", sagt Binner. Aber Angehörige aller Konfessionen könnten sich bewerben, auch Muslime.
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