Fachanwältin und Familiencoach bei Vortrag über Scheidungsfamilien
Hilfe für Scheidungskinder

Vom Verhalten der Eltern hängt es ab, ob Scheidungskinder ein Leben lang leiden. Das war die zentrale Aussage beim Vortragsabend von Familien- und Unternehmenscoachin Iris Müller (links) und Rechtsanwältin Dr. Christiane Bardenheuer. Bild: Bühner

"Gibt es eine glückliche Scheidungsfamilie?" Diese Frage stellten Dr. Christiane Bardenheuer, Fachanwältin für Familienrecht, und Iris Müller, Expertin für Familien- und Unternehmenscoaching. Und sie lieferten Antworten.

Der Vortragsabend in der Anwaltskanzlei "Dr. Bardenheuer & Schütz" stand unter dem Thema Scheidungskinder. In jedem zweiten Scheidungsfall seien Kinder betroffen. Diesmal ging es in den Vorträgen schwerpunktmäßig um Verhaltensempfehlungen und sozialpsychologische Fragen.

Und es hieß: "Ja, es gibt glückliche Scheidungsfamilien." Müller erläuterte dafür die Voraussetzungen: "Wenn es Ihnen als Ex-Partner gelingt, einen Schlussstrich unter Ihre gescheiterte Beziehung zu ziehen und Sie als Eltern gut zusammenarbeiten, gibt es eine gute Chance für glückliche Scheidungs- und Trennungskinder."

Langfristige psychische Schäden würden Kinder dann entwickeln, "wenn sie instrumentalisiert und von einem Elternteil als Waffe eingesetzt werden". Eltern sollten "ihre partnerschaftlichen Konflikte zähmen, respektvoll kooperieren und gemeinsame Lösungen mit dem Kind und für das Kind vereinbaren". Die Art und Weise des Umgangs der Eltern miteinander entscheide auch, wie ein Kind später seine eigenen Beziehungen erlebe.

Viele praktische Tipps gab es dann mit "20 Bitten eines Kindes an geschiedene Eltern". Diese beginnen mit dem Satz "Vergesst nie, ich bin das Kind von euch beiden". Sie enden mit: "Eure Ehe habt ihr nicht gut hingekriegt. Aber lasst uns wenigstens die Zeit danach gut hinbekommen."

Vergesst nie, ich bin das Kind von euch beiden.Aus "20 Bitten eines Kindes an geschiedene Eltern"
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