Familie Dippold nimmt Michl auf
"Schätzler"-Kater zieht um

Der Schätzlerbad-Kater Michl hat ein neues Zuhause. Er wohnt nun bei Familie Dippold. Mutter Sabine (von rechts) und die Kinder Leo und Leni holten den Vierbeiner zusammen mit Freundin Heidi ab. Bild: Götz
Eine Kollegin ist bewusst weggeblieben. Sie wollte die letzten Momente nicht miterleben. Zu emotional. Sascha Achatz dagegen wartet an diesem Tag extra länger in der Arbeit. Er will nochmal streicheln. Zusammen mit Sandra Bauer , Bäderleiter Klaus Kunz und weiteren Kollegen bildet er das Verabschiedungskommando für Kater Michl. Der Vierbeiner zieht aus dem Schätzlerbad aus. In ein neues Zuhause.

Michl war vor über zwei Monaten der Freizeiteinrichtung zugelaufen. Badeaufseherin Bauer hatte ihn beim Wellenbecken entdeckt. In einem jämmerlichen Zustand. Das Personal nahm in auf, päppelte ihn zusammen mit vielen Helfern hoch und war ziemlich schnell vernarrt in das Tier (wir berichteten). So wie Achatz, der als Reinigungskraft am Morgen als Erster aufkreuzt und mit einem hungrigen Miau begrüßt wurde. Künftig nicht mehr.

Nun wohnt der Kater bei Familie Dippold. Die Weidener kommen fast täglich ins Bad, wie Mutter Sabine Dippold bei der Übergabe erzählt. Den Kater kennen sie von Anfang an, vor allem der sechsjährigen Tochter hat er es angetan: "Die Leni hat sich in ihn verliebt, als er hier gestrandet ist." Weil die Dippolds eh schon lange Katzen halten - zurzeit eine weitere -, sei dann sofort klar gewesen, dass sie Michl aufnehmen würden. Interesse hatten sie schon lange angemeldet. Als nun klar war, dass das Tier bereits vor Saisonende umziehen sollte, standen sie bereit.

"Die Kinder fiebern schon seit Tagen drauf hin", erzählt Sabine Dippold. Offen sei nur, wie der Kater künftig heißt. Sie und ihr Mann Markus favorisieren ja Michl. Die Kinder Leni und Leo (4) dagegen Charlie.

Aber unabhängig von solchen Sachen: Den "Schätzler"-Mitarbeitern sei vor allem wichtig, dass der geliebte Kater in gute, erfahrene Hände kommt, sagt Kunz. Zumal die Dippolds dem Tier auch viel Auslauf bieten können. Ungetrübt ist die Freude bei Michls alten Mitbewohnern freilich trotzdem nicht. "Der wird einem schon abgehen", sagt beispielsweise Achatz. Klingt fast nach ein bisschen Katerstimmung.
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