Familie Winkler als Nothelfer für Förderverein St. Sebastian
Großspende über 50000 Euro

Die Großspende von Hildegard und Walter Winkler (Zweiter von links) bringt den Förderverein "Rettet St. Sebastian" mit Riesenschritten weiter. Vorsitzender Karl Arnold (links) und Beirat Hans Kaltenecker (rechts) dankten den Gönnern. Stellvertretender Vorsitzender Falk Knies (Mitte) überreichte ein von Norbert Koehnen gemaltes Bild von St. Sebastian, das im Winkler-Wohnhaus einen Ehrenplatz erhalten soll. Bild: Wieder
Parkstein/Weiden. Die 14 Nothelfer blicken vom Eichenschrank auf die Gäste. Gegenüber ist in der zweigeschossigen Bibliothek der Spruch "Handwerk und Kunst in Gottes Gunst" zu lesen. Hier leben Hildegard und Walter Winkler . Für den Vorstand des Fördervereins "Rettet St. Sebastian" öffnen sie ihr Wohnhaus - und ihre Hand. Sie werden für das älteste Weidener Kirchlein zum Nothelfer und spenden für die Hochzeits- und Handwerkerkirche 50 000 Euro. Die Familie Winkler sichert damit die Finanzierung der Generalsanierung der Kirche.

Schnell wird deutlich, wie sehr die Spender mit St. Sebastian verbunden sind. Hier heiratete Tochter Andrea, die jetzt in Freiburg lebt. Walter Winkler, der schon mit 20 Jahren den Titel Ingenieur führen durfte, fühlt sich seit jeher als Praktiker, als Handwerker. "Ich stamme ja aus einem Installationsbetrieb." Und er bildet aus: 250 junge Menschen durchlaufen derzeit die Ausbildung in 13 Berufsfeldern - 6 davon zählen zum Handwerk. "Bodenständig bleiben", fordert der Unternehmer, der 1971 seine Firma gründete und inzwischen 2700 Mitarbeiter beschäftigt. "Die Verbindung zu Handwerk ist stark, immer präsent."

Es habe nur ein paar Worte bedurft, um bei der Familie Winkler die Türen zu öffnen, bekräftigt Krankenhaus-Direktor i. R. Hans Kaltenecker, der einst mit Walter Winkler die Schulbank drückte. Schon seit Weihnachten 2015 stehe die Zusage. "Wir waren vorgewarnt und wollten nicht Nein sagen. Das war schnell gebongt", erzählt Winkler, der auch mit Vereinsvorsitzendem und ehemaligen Kreishandwerksmeister Karl Arnold und dessen Stellvertreter, Notar i. R. Falk Knies, gut bekannt ist.

Dank der Winkler-Spende gelinge es dem Förderverein, in nur eineinhalb Jahren die Eigenmittel für die inzwischen auf 700 000 Euro veranschlagten Baukosten zu sammeln. Und da die Sebastiankirche ein richtiges Kleinod sei, an dem jeder Weidener hänge, "ist es für uns auch etwas Besonderes, hier mithelfen zu können", betont Hildegard Winkler. "Uns schmerzt der jetzige Zustand und umso mehr freut es uns, dass sie wieder hergerichtet wird. Dieses Kircherl strahlt eine große Ruhe aus."

Falk Knies zeigt sich überzeugt, dass die Kirchenverwaltung der Pfarrei St. Josef rechtzeitig alle Förderanträge stelle - und im März mit den Arbeiten beginne. "Wir sind glücklich, dass sich Stadtpfarrer Markus Schmid zu St. Sebastian bekennt."

Das Ehepaar Winkler deutete an, dass der Förderverein weiterhin willkommen sei, wenn es darum gehe, den Innenraum von St. Sebastian nicht nur zu sanieren, sondern auch zu verschönern. "Wenn man schon so viel Geld in die Hand nimmt, dann soll's auch etwas Besonderes werden", unterstreicht Walter Winkler.
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