Feierstunde für Jubilare und Pensionäre der Schulämter
Herz und Wissen öffnen Türen

Ob neue Lehrpläne oder Unterrichtsmethoden, die Lehrer der Schulen in Weiden und Neustadt haben in ihrer 25- und 40-jährigen Dienstzeit viele Veränderungen miterlebt. Für ihr Engagement zeichnete sie Oberbürgermeister Kurt Seggewiß (rechts), der stellvertretende Neustädter Landrat Albert Nickl (Zweiter von rechts) und Christine Söllner (Vierte von rechts) vom Staatlichen Schulamt aus. Bild: ggö

Auf einmal mussten sie im Bio-Unterricht aufklären, Jungs Häkeln beibringen und Zeugnisse auf der Schreibmaschine schreiben. In ihrer 25- und 40-jährigen Arbeitszeit haben Lehrer der Schulen in Weiden und im Kreis Neustadt viele Veränderungen miterlebt.

/Neustadt. Die Pädagogen haben sich dem Wandel gestellt und dessen Herausforderungen angenommen. Schulamtsdirektorin Christine Söllner, Oberbürgermeister Kurt Seggewiß und stellvertretender Neustädter Landrat Albert Nickl, zeichneten deshalb 36 Lehrer für ihr Engagement aus. 40 weitere entließen sie im Neuen Rathaus in den Ruhestand.

Aus Sicht der Schulamtsdirektorin haben die Kollegen die bayerische Schulgeschichte mitgeschrieben. "Vom Unterrichtsstoff bis hin zu Lehrmethoden habt ihr alles miterlebt." Nicht jede Veränderung sei einfach gewesen, habe aber die Liebe zum Lehrerberuf nicht geschmälert. "Im Gegenteil, für die eingegangene Ehe mit dem Staat feiert ihr jetzt silberne und rubinene Hochzeit."

Prägende Arbeit


Das Stadtoberhaupt sagte, das sei nicht selbstverständlich. "Ein Beruf, der mit Kindern zu tun hat, ist schön, kostet aber auch Nerven." Ohne Geduld und die führende Hand von Lehrern sähe die Gesellschaft heute anders aus. Die Jugend werde, wie so vieles andere auch, problematischer. "Aber dank eurer Arbeit kann sie sich entwickeln und ihre Fähigkeiten entfalten."

Neben der Aufgabe, Talente zu fördern, schreibt Nickl den Pädagogen eine weitere wichtige Schlüsselfunktion zu. "Sie müssen immer mehr die Familie der Schüler ergänzen." Laufe etwas schief, müssten oftmals die Lehrer den Kopf hinhalten. Gleichzeitig öffneten sie den Kindern alle Türen. Wissen, Können, Herz und Charakter seien die Schlüssel des Lebens. "Und die gebt ihr ihnen in die Hand."

Der Blick auf ein ereignisreiches Lehrerleben mache stolz, auch wenn es nicht immer einfach war. So geht es zumindest Ingeborg Schley, Lehrerin an der Mittelschule Weiherhammer. "Die Mengenlehre habe ich zum Beispiel ewig durchgenommen. Aber das dann praktisch anzuwenden, ist was anderes." Immer wieder sei sie mit neuen Begriffen oder Fächern konfrontiert worden. "Der Wandel macht auch vor der Schule nicht Halt."

Mit Herzblut


Sie hat es geschafft, sich dem Neuen anzupassen, genauso wie ihre Kollegen. Einigen steht mit dem Ruhestand noch eine letzte große Veränderung bevor. Das erfüllte manche der künftig Pensionierten einerseits mit Freude, andererseits mit Trauer. Für Söllner aber ein gutes Zeichen: "Wehmut entsteht nur, wenn man seinen Beruf von Herzen geliebt hat."

Jubilare und Ruheständler25 Jahre im Dienst: Michael Obendorfer (Vohenstrauß), Monica Wolf (Pressath), Christine Schindler-Schertl (Grafenwöhr), Roswitha Schneider (Eschenbach), Birgit Pruy (Vohenstrauß), Barbara Hofmann (Leuchtenberg), Volker Hund (Grafenwöhr).Ute Vitztum (Hans-Sauer), Eva Reiß (Hans-Sauer), Alexandra Ponnath-Dirscherl (Hans-Sauer), Christa Kneidl (Albert-Schweitzer), Jutta Bock (Max-Reger), Kornelia Sparrer (Max-Reger).

40 Jahre : Elfriede Thoma (Neustadt), Georg Zwack (Pirk), Günter Hassmann (Vohenstrauß), Maximilian Frischholz (Pleystein), Walter Fuchs (Altenstadt), Ingeborg Schley (Weiherhammer), Elke Schlosser (Bechtsrieth), Irmgard Thaller (Neustadt), Anna Maria Weigl (Windischeschenbach), Christina Wildenauer (Pleystein), Gabriele Günther (Windischeschenbach),Helga Pausch (Vohenstrauß).

Dorothea Petzold (Vohenstrauß), Felix Kaschny (Pleystein), Rita Trescher (Parkstein), Karolina Schmidpeter (Schirmitz), Georg Brunner (Altenstadt), Evelyn Bergler (Grafenwöhr), Georg Anzer (Pressath), Josef Schosser (Hans-Schelter), Joachim Lemberger (Pestalozzi), Ernst Werner (Rehbühl).

In den Ruhestand entlassen: Alfred Böckl (Max-Reger), Roland Schwertsik (Pestalozzi), Angelika Pöllmann (Hans-Sauer), Walter Goldammer (Gerhardinger), Manfred Kürner (Gerhardinger), Renate Reger (Hans-Sauer), Harald Stöckl (Hammerweg), Maria Schwertsik (Hammerweg), Herbert Wach (Pestalozzi). Beate Spieß (Albert-Schweitzer), Udo Fellmann (Neustadt), Karoline Beran (Altenstadt), Reinhold Bitterer (Vohenstrauß), Wolfgang Harris (Elsarn), Therese Prößl (Speinshart), Werner Weingandt (Vohenstrauß, Elisabeth Knorr (Weiherhammer), Otto Adler (Altenstadt), Josef Benker (Staatliches Schulamt).

Werner Schmola (Altenstadt), Theresia Greger (Eschenbach), Johann Fischer (Floß), Christa Eger Schwarz (Floß), Beate Lorenz (Püchersreuth), Ludwig Reitz (Weiherhammer), Gerhard Zwack (Grafenwöhr), Margot Süß (Grafenwöhr), Heribert Ficker (Grafenwöhr), Heinrich Lober (Oberbibrach).

Walter Sailer (Altenstadt), Christa Doyum (Vohenstrauß), Manfred Feichtner (Eslarn), Elfriede Thoma (Neustadt), Albert Viechtl (Grafenwöhr), Günter Hassmann (Vohenstrauß), Gertrude Ach (Vohenstrauß), Alfons Lohrer (Moosbach), Oswald Trescher (Schirmitz), Elisabeth Gilch (Altenstadt), Klaus Kuschel (Altenstadt). (esm)
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