Fides Wohnungsbau e. G. nimmt zwei Großprojekte in Angriff
Wohnen in den Krumpes-Höfen

Rund 4,5 Millionen Euro investiert die Fides in drei Punkthäuser. Die Lücke an der Vohenstraußer Straße 22/24 schließt danach ein Erweiterungsbau. Skizze: agp 90
 
Fides-Vorstand Gunnar Hackl plant zwei neue Projekte. Bild: Wieder

Die Architekten Rainer Pichl und Thomas Gleißner (Büro agp 90) zeichneten die ersten "Visionen". Der Bauherr, die Fides Wohnungsbau e.G., legt nun die Pläne für die Krumpes-Höfe dem Bauausschuss vor. Fides-Vorstand Gunnar Hackl nimmt sich auch der Brandruine des "Rocky-Docky-Hauses" in der Rehbühlstraße 50 an.

Rund 4,5 Millionen Euro investiert die Fides in das Projekt in Weiden-Ost. In einem 3000 Quadratmeter großen Garten soll keinesfalls ein Riegel entstehen. Hackl plant vielmehr drei Punkthäuser mit jeweils acht Wohnungen.

Schon die innenstadtnahe Lage - in zweiter Reihe am Beginn der Vohenstraußer Straße und damit abgeschirmt vom Verkehrslärm sowie zwischen Weiher und Stadtgärtnerei - erfordere eine besondere Planung, erklärt der Fides-Geschäftsführer.

Zudem seien derzeit Grundstücke in Weiden "ein begehrtes, aber seltenes Gut". "Gerade für den Geschosswohnungsbau ist die Lage einfach super. Dabei habe ich die Zusammenarbeit mit den Grundstücksbesitzern als sehr angenehm empfunden. Sie wissen, was sie wollen, sind dabei aber auch fair geblieben", berichtet Hackl.

Die Fides habe das Gelände bereits erworben. Da kein Bebauungsplan engere Vorgaben macht, orientiert sich die Nutzung des Grundstücks an der umgebenden Bebauung. Es wären sogar vier Geschosse möglich. Mit dem Grundstücksverkäufer sei jedoch eine nur dreigeschossige Bebauung (Erdgeschoss plus zwei Obergeschosse) vereinbart.

Geplant sind insgesamt 24 Wohnungen, die zwischen 50 und 120 (Penthäuser) Quadratmeter messen. Drei Dutzend Fahrzeuge parken in einer Tiefgarage. Hackl will mit dem Bau im Frühjahr 2017 beginnen und eineinhalb Jahre später übergeben. "Wir übernehmen die Wohnungen nicht in den Eigenbestand, sondern bringen sie auf den Markt. Die Nachfrage ist sehr gut."



Brandruine vom Rehbühl: Das "Haus von Rocky-Docky" weicht exklusiven WohnungenSeit fast 25 Jahren steht das berüchtigte Anwesen Rehbühlstraße 50 leer. Es war seit 1992 dem Verfall preisgegeben und ist als "Rocky-Docky-Haus" vom Rehbühl Legende. Eine Brandstiftung im Dezember 2014 machte das heruntergekommene Gebäude gänzlich zur Ruine. Gunnar Hackl, Vorstand der Fides Wohnungsbau e. G., konnte das Areal von der Erbengemeinschaft erwerben. Er plant eine exklusive Wohnanlage, "die der besonderen Lage des Grundstücks gerecht wird".

"Die planerischen Anforderungen sind hoch", gesteht Hackl. Zudem muss der uralte Bebauungsplan, der zwei Einzelhäuser vorsieht, geändert werden. Das Verfahren wiederum führt das Münchener Architekturbüro Dragomir, das auch das Bebauungsplanverfahren für die Fondara-Stadtgalerie betreut. Das Änderungsverfahren sollen die Stadträte am 27. April starten.

"Dieses Grundstück ist ein Rohdiamant. Wir wollen es zum Glänzen bringen", sagt Hackl, der neun hochwertige Eigentumswohnungen (80 bis 140 Quadratmeter groß) errichten will. Bevor jedoch die Abbruchbagger anrücken dürfen, ist "der frühere Abenteuerspielplatz vom halben Rehbühl" auch natur- und artenschutzrechtlich zu beurteilen. "Das wird ein Leuchtturmprojekt in Weiden." Mit dem Baubeginn rechnet Gunnar Hackl aufgrund des Bebauungsplanverfahren frühestens im Sommer 2017. (wd)
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