Flottes Internet für alle
Mit 50 Megabit durch Trauschendorf

Auf der Breitband-Karte sind die letzten Lücken geschlossen. Die frohe Kunde überbringen (von links) Joachim Gesierich (Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung), Stadtsprecher Norbert Schmieglitz, Bürgermeister Jens Meyer, Enrico Delfino (Telekom), Günther Pichlmaier (Corwese) und Alois Kopp (Stadt Weiden). Bild: Gammanick

Jetzt muss es doch auch mal gut sein. "Allerallerspätestens Ende des Monats" sollen nun wirklich alle Weidener Haushalte pfeilschnelles Internet haben, verspricht Telekom-Mann Enrico Delfino. Auch die etwas entlegeren Surfer in Trauschendorf oder Oedenthal. Die Ortsteile zählten zu den letzten Gebieten, denen die Stadt mit massiver Förderung des Freistaats einen flotten Zubringer zur Datenautobahn legen ließ. Überall in Weiden müssten Downloads demnächst mit 30 bis 50 Megabit aus der Leitung flitzen. Aber: Es geht noch schneller. Irgendwann.

Einstweilen freut sich Bürgermeister Jens Meyer, dass seine Städter nun auch in den ländlicheren Gebieten im digitalen Zeitalter angekommen sind. Bis auf "ganz wenige einzelne Häuser" seien die letzten Versorgungslücken geschlossen, bestätigt Günther Pichlmaier von der Firma Corwese. Diese ermittelte die zuletzt unterversorgten Gebiete: die Gewerbegebiete Nord und Westlich Neustädter Straße, ferner Wiesendorf, Mallersricht, Mallersricht-Ziegelhütte, Neubau, Almesbach, Tröglersricht, Muglhof, Matzlesrieth , Oedenthal und Trauschendorf. Überall dort verbaute die Telekom moderne Glasfaser-Technik bis zu den Verteilerkästen. Etwa 480 Haushalte mehr haben jetzt den Breitbandanschluss, die Bewohner können etwa "über Facetime telefonieren oder skypen", wie Meyer erklärt.

Der Freistaat ließ dafür 352 200 Euro springen, die Stadt steuerte 88 000 Euro bei. Laut Delfino, Telekom-Beauftragter für die Region, müssen nach den Tiefbauarbeiten nun noch einige Kabel manuell umgeschaltet und in den Systemen dokumentiert werden, damit der Kunde die Angebote nutzen kann. In ein bis zwei Wochen seien diese in jedem Fall buchbar. Allerdings müssten sich die Kunden auf jeden Fall bei der Telekom melden, wenn sie das schnellere Internet nutzen wollen - selbst dann, wenn sich am Tarif nichts ändern soll. Gut möglich auch, dass es dazu einen neuen Router braucht.

Und dann ist's endlich gut? Kommt drauf an: Die Bedürfnisse der Nutzer und die Datenmengen können ja weiter zunehmen. Für diesen Fall wären die jetzt ausgebauten Gebiete jedenfalls gerüstet. Die Voraussetzungen für Vectoring-Technik (bis zu 100 Mbit) sind ebenso geschaffen wie für Glasfaser-Anschlüsse. Für letztere müsste nur das letzte Stück Kupferkabel bis zum Haus ausgetauscht werden. Was aber schon mal Zehntausende Euro kosten könnte, wie Delfino einräumt. Na, vielleicht ist's dann doch erstmal gut.
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