Flüchtlinge laden zum Bürgergespräch – Bitte um Geduld
Gewalt verurteilt

Eine Demonstration der besonderen Art starteten diese Neubürger. Sie bitten um Geduld, distanzieren sich von jeder Art von Gewalt und möchten den Menschen in der Stadt Weiden wissen lassen, dass sie als Flüchtlinge froh sind, dass sie hier in Weiden eine Heimat gefunden haben. Bild: Kunz

Flüchtlinge aus Weiden trafen sich am Samstag vor dem Neuen Rathaus, um den Bürgern klar zu machen, dass sie alle Gewalttaten, die von Menschen im Namen des Islams oder des IS begangen würden, verabscheuten und verurteilten. Bei der Formulierung der Texte hatte ihnen Veit Wagner vom Arbeitskreis Asyl geholfen.

Ihre Solidarität bekundeten OB-Gattin Maria Seggewiß und Stadtrat Hans Forster von der CSU. Die Initiative war von Naima Mohamed Omar ausgegangen, die mit ihrer Familie am Hammerweg wohnt. Sie hatte die Idee für dieses spontane "Bürgergespräch", zu dem auch weitere Interessierte gekommen waren. Manche Weidener reagierten erstaunt.

"Wir wünschen uns ein friedliches und harmonisches Zusammenleben mit den Bürgern dieser Stadt", hieß es auf einem Zettel. Auf einem anderen: "Wir werden dazu beitragen, dass die Schwierigkeiten menschlich gelöst werden." Man bat um Geduld und Verständnis für die aktuelle Lage. "Wir möchten den Menschen in der Stadt Weiden wissen lassen, dass wir Flüchtlinge froh sind, dass wir hier eine Heimat gefunden haben."

Freilich wäre man gerne wieder daheim in der Heimat. "Wir bitten sie alle um ihre Freundlichkeit und darum, dass sie uns und unser Schicksal verstehen." Dank galt alle Weidener Bürgern für die entgegengebrachte Hilfe, Unterstützung und freundliche Behandlung.
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