Förderverein hat genug Spenden gesammelt - Anträge können folgen
Etappensieg für St. Sebastian

Ein großer Brocken bei der Generalsanierung von St. Sebastian ist aus dem Weg geräumt. Entsprechend zufrieden und dankbar gegenüber den Spendern zeigen sich Stadtpfarrer Markus Schmid (Zweiter von links) und die Fördervereinsvertreter Falk Knies, Vorsitzender Karl Arnold und Theo Spies. Bild: Schönberger

Jetzt hat es der Förderverein St. Sebastian also geschafft: Er hat genug Geld beisammen, damit die Pfarrei die Anträge vor der Generalsanierung der Sebastiankirche stellen kann. Das wichtigste Ziel mag damit erreicht sein. Zu Ende ist die Arbeit damit aber nicht.

Am Schluss wurde die Aufgabe noch einmal etwas kniffliger. 700 000 Euro kostet nach einer jüngsten Schätzung die Generalsanierung der Kirche St. Sebastian. Und damit noch einmal an die 40 000 Euro mehr als zuvor veranschlagt. Trotzdem vermeldet der Verein am Dienstag gemeinsam mit Stadtpfarrer Markus Schmid einen entscheidenden Zwischenerfolg: In den 16 Monaten seines Bestehens hat Zusammenschluss 150 000 Euro Spenden zusammengetragen. Zuletzt durch eine einzelne 50 000-Euro-Zuwendung einer Unternehmerfamilie.

"Sind guter Dinge"


Rechnet man die Mitgliedsbeiträge der kommenden Jahre hinzu, dürfte damit laut stellvertretendem Vorsitzenden Falk Knies die Finanzierungslücke geschlossen sein. Beim Rest werde die Diözese (sie übernimmt 45 Prozent der Kosten) helfen, Fördermittel hätten ebenso der Bezirk, die Bayerische Landesstiftung und das Landesamt für Denkmalpflege in Aussicht gestellt. Auf die Pfarrei St. Josef, die unter anderem schon eine Anzahlung für den Architekten geleistet hat, sollen keine weiteren Kosten zukommen.

"Das bedeutet nicht, dass wir nächste Woche das Gerüst aufbauen", betont Schmid. Die Anträge müssten schließlich erst einmal durchgehen. "Aber wir wären nicht hier, wenn wir nicht guter Dinge wären." Als fraglos gut bewertet er auch die Arbeit des Vereins. Dieser habe "viel Engagement und Ideenreichtum" gezeigt.

Breite Unterstützung


Das soll auch bedeuten: Schmid und der Verein stehen bei dem Vorhaben Seite an Seite. Zwar gab es Berichte, dass einige in der Pfarrei verunsichert über das Verhältnis waren. Der Geistliche spricht hier aber von Gerüchten. Seine Unterstützung "war von Anfang an klar". Denn: "Welcher Pfarrer würde sich über so etwas nicht freuen?" Das einzige Problem war demnach finanzieller Natur. Der Pfarrei fehlten die Eigenmittel für eine Renovierung - das sei aber auch schon zu Zeiten von Schmids Vorgänger Andreas Uschold so gewesen, stellt der Verein klar.

Dafür sprangen nun eben viele andere ein. Es gab mal kleine Unterstützung, mal weitere Spenden im fünfstelligen Bereich. Das sei alles "sehr breit gestreut", sagt Schatzmeister Theo Spies. Jüngst beispielsweise stellte die Witwe von Rudolf Schieder ein Werk des verstorbenen Künstlers zur Verfügung. "Man sieht, wie wichtig der Erhalt der Sebastiankirche für die Bevölkerung ist." Gleichzeitig betont Spies, dass "wir weiter bereitwillige Spender brauchen". Denn zum einen kosten Bauprojekte meist mehr als ursprünglich gedacht. Zum anderen werden zunächst nur die dringendst nötigen Arbeiten anvisiert, mehr aber nicht.

Konzerte geplant


Der Verein hat deshalb schon die nächsten Benefizveranstaltungen im Blick: Am Sonntag, 13. November, tritt das Salonorchester Neustadt um 17 Uhr in der früheren Augustinerkirche auf (Karten für 15 Euro beim NT: 0961/85-550 oder www.nt-ticket.de). Am Samstag, 26. November, folgt um 19 Uhr ein vorweihnachtliches Konzert mit dem Trio "Kreizderquer" und dem AOK-Chor in der Sebastiankirche (Eintritt frei, Spenden erwünscht). Und es geht noch weiter: Selbst für November 2017 ist schon ein Konzert geplant. Denn ein Ziel mag erreicht sein. "Aber", sagt Knies, "das heißt nicht, dass wir aufhören."
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