Frater Johannes Bosco bekommt Kelch von Pfarrer Wutz
Geschenk mit Geschichte

Doppelter Grund zur Freude in Neunkirchen: Frater Johannes Bosco (Vierter von links) bekam nicht nur den restaurierten Kelch von Pfarrer Paul Wutz geschenkt. Er segnete auch die Fahne der Kolpingjugend. Bild: R. Kreuzer

Neunkirchen. (kzr) Ein großes Fest steht an in der katholischen Pfarrei St. Dionysius: die Primiz von Frater Johannes Bosco Florian Ernstberger. Nach der Priesterweihe am Pfingstmontag, 5. Juni, feiert er zuerst mit der Klostergemeinschaft Speinshart und dann in seiner Heimatgemeinde. Doch schon jetzt bekam der Frater ein Geschenk, das ihn Tränen der Rührung in die Augen steigen ließ: einen Kelch mit einer besonderen Vorgeschichte.

Vor einem Jahr hatte Elfriede Fuchs berichtet, dass ihr Onkel Pfarrer Paul Wutz seinen Kelch weiterschenken will. "Nun ist der Kelch erneuert, restauriert aus Regensburg zurück und strahlt wieder", sagte sie bei der Übergabe im Gottesdienst. Bischöflich Geistlicher Rat Pfarrer Paul Wutz war 36 Jahre Pfarrer in Neunkirchen gewesen, 1954 war er selbst zum Priester geweiht worden. Jetzt lebt er im Altenheim in Neustadt/WN. Seine Gesundheit erlaubte es nicht, selbst zur Übergabe zu kommen.

Frater Johannes Bosco, er stammt aus dem Ortsteil Brandweiher, hat sich für ein Leben im Kloster in Speinshart bei den Prämonstratensern entschieden. "Neunkirchen ist meine Heimatpfarrei, ich bin in St. Dionysius von Pfarrer Paul Wutz auch getauft worden", sagte er. Dazu habe er von seinen Eltern eine Hostienschale bekommen und von Pfarrer Armin J. Spießl ein Gefäß für die Krankensalbung und eines für die Krankenkommunion erhalten. "So will ich mit dieser Ausstattung die frohe Botschaft weiter verkünden", erklärte der Frater.

Anschließend segnete er die neue Fahne der Kolpingjugend. So wie Christus bei der Auferstehung mit einer Fahne abgebildet wird, so sollen die Jugendlichen mit dieser Fahne auch Flagge zeigen, sie hochhalten und zum Glauben stehen, sagte er dazu. Auf dem Banner ist das Kolping-K in lockerer und modernerer Form aufgedruckt. Ein Schriftzug Neunkirchen wurde zudem angebracht. Die Kolpingbanner-Spitze transportiert eine Botschaft: Zirkel und Hammer sind dargestellt, als Zeichen für das Handwerk. "In einem Kreis stehend, lassen diese Symbole die Umrisse eines Menschen und eines Hauses erahnen. Über all dem steht das Kreuz, kompakt, aber nicht erdrückend, das Zeichen für den Glauben", sagte Kolpingvorsitzender Roland Hoffmann.

Die vielfältigen Seiten des Lebens des Menschen, durch die Handwerkssymbole ausgedrückt, verbinden sich mit den vielfältigen Seiten des Glaubens, durch das Kreuz dargestellt. Leben und Glauben seien eine Einheit, der Kreis unterstreiche das.
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