Führungswechsel bei der Feuerwehr
Peter Stahl folgt Dieter Henl nach

Peter Stahl (sitzend, rechts) ist neuer Vorsitzender der Feuerwehr Weiden. Unterstützt wird er von Stellvertreter Jürgen Langner (links daneben). Stadtbrandrat bleibt Richard Schieder (sitzend, Mitte), Brandinspektor Ludwig Grasser (links daneben). Die Ehrengäste dankten für die gefahrenen Einsätze. Bild: Dobmeier

Berufliche und private Gründe führte er ins Feld: Nach 14 Jahren zog sich Dieter Henl als Vorsitzender der Feuerwehr zurück. Nachfolger ist der langjährige Jugendwart, Peter Stahl.

Die Kameraden wählten ihn im Saal der Feuerwache zum neuen Chef. Wie Stadtbrandrat Richard Schieder ankündigte, soll Henl in der Maiversammlung groß verabschiedet werden. Gleichzeitig nehme die Wehr einen neuen Kommandowagens in Betrieb.

Henl blickte auf wichtige gesellige Veranstaltungen zurück, wie die Fahrt nach Weiden am See und das Terrassenfest mit Familien. Viel Spaß hatte die Kinderfeuerwehr unter Regie von Sabrina Kraus. Jugendwart Stahl berichtete von einem hervorragenden Jahr mit zahlreichen Übungen sowie der Beteiligung an Kinderbürgerfest und Ferienprogramm. Die Neuwahlen ergaben - neben Stahl als Vorsitzendem - als zweiten Vorsitzender Jürgen Langner, Schriftführer Alexander Kraus, Kassenrevisoren Thomas Schell und Bernhard Wager. Gewählter Kommandant ist Stadtbrandrat Richard Schieder, stellvertretender Kommandant Brandinspektor Ludwig Grasser. Angesichts des hohen Niveaus von 975 Einsätzen im Jahr 2015 erkannte OB Kurt Seggewiß die Notwendigkeit für zwei weitere Planstellen. Schieder begrüßte die Genehmigung der Stellen, für die bis 18. März die Bewerbung bei der Stadtverwaltung läuft. Am Freitag, dem 18. März, ist der Preisschafkopf in der Feuerwache.

975 Einsätze für die FeuerwehrBeim Flugzeugabsturz eines amerikanischen F-16 Kampfjets am 11. August rückte auch die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung der Feuerwehr Weiden aus, um bei der Großschadenslage in Heinersberg bei Kirchenthumbach zentrale Koordinierungsaufgaben zu meistern. Eine neue Aufgabe war die Betreuung und Hilfe bei der Unterbringung von Flüchtlingen in der Berufsschulturnhalle im Schichtbetrieb.

Stadtbrandrat Richard Schieder berichtete von 975 Einsätzen im Jahr 2015, bei denen die Weidener Wehr (einschließlich Stadtteilwehren) gefordert waren. 231 Aktive leisten Feuerwehrdienst im Stadtgebiet.

Ohne die Ortsteile gab es 819 Einsätze. Darunter 81 Brandeinsätze (davon zwei Großbrände), 487 technische Hilfeleistungen, 57 Sicherheitswachen und 42 freiwillige Tätigkeiten. Zu den technischen Hilfeleistungen gehörten Ölspurbeseitigungen, ein Gefahrguteinsatz, 70 Insektenbeseitigungen, Sturmschäden, ein Silounfall und 29 Tierrettungen. Drei Mal steckten Personen im Aufzug fest.

Weitere Einsätze: Hilfeleistung bei 89 Verkehrsunfälle, 21 Unwetterschäden, zwei vermisste Personen und 46 Türöffnungen mit Gefahr in Verzug. Dabei fielen 3799 Einsatzstunden an. Bei 174 Hilfeleistungen gelang die Rettung von 174 Personen. Bei vier waren Tote zu beklagen. Drei Feuerwehrmänner erlitten Verletzungen. "Der großen Anzahl von 152 Fehlalarmierungen - davon sechs böswillig - will man mit höheren Gebühren entgegentreten", informierte Schieder.

Die Einsätze der Ortsteilfeuerwehren: 9 Muglhof, 73 Neunkirchen, 18 Frauenricht, 2 Mallersricht, 54 Rothenstadt. Im Übungs- und Ausbildungsdienst gab es 123 Termine mit 1714 Teilnehmern und 3963 Übungsstunden. Investitiert wurde in ein Fahrzeugladegerät, ein Einsatztableau und in 18 Atemluftflaschen. 97 345 Euro kostete die Einführung des Digitalfunks. Die Zentrale Atemschutzprüfung mit 7141 Tests erfolgte für die sechs Wehren der Stadt und 45 im Landkreis sowie für die 6 Werksfeuerwehren.

Zu Zugführern wurden André Becher und Markus Ziegler ernannt, zum stellvertretenden Zugführer Patrick Preßl. Die Neuaufnahme zur Ausbildung erfolgte für Dominik Hutzler. Schieder dankte allen Kameraden, den Kinder- und Jugendfeuerwehren, dem Oberbürgermeister, der Stadtverwaltung mit Verbindungsstadträten, allen Organisationen der Rettungskette sowie für die landkreisüberschreitende Feuerwehr-Zusammenarbeit. (rdo)
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