Fünftklässler im Geozentrum
Viel Spaß mit der "Steinzeit"

Steine klopfen, durchs Mikroskop schauen, ein Erdbeben spüren - im Geozentrum an der KTB wird es den Besuchern nicht langweilig. Bilder: hfz
 
Steine klopfen, durchs Mikroskop schauen, ein Erdbeben spüren - im Geozentrum an der KTB wird es den Besuchern nicht langweilig. Bilder: hfz

Steine sind langweilig? Von wegen - sie können eine Menge erzählen. Das haben Fünftklässlerinnen der Sophie-Scholl-Realschule Weiden im Geozentrum an der KTB herausgefunden.

Geschrieben von der Klasse 5b der Sophie-Scholl-Realschule Weiden

Weiden/Windischeschenbach. Anfang März fuhren wir, die Klasse 5b der Sophie-Scholl-Realschule Weiden, mit unserer Erdkundelehrerin Frau Schlosser ins Geozentrum an der KTB nach Windischeschenbach. Jede von uns sollte einen faustgroßen Stein mitbringen, den wir später selbstständig untersuchen durften.

Viele Gesteinsarten


Nach der Ankunft im Geozentrum gab uns Mitarbeiterin Andrea Mack einen kurzen Einblick in die Entstehungsgeschichte der Gesteine. Sie erzählte uns von den verschiedenen Gesteinsarten, wie magmatische Gesteine, Sedimentgesteine und metamorphe Gesteine.

Erstere entstehen, wenn aus dem Erdinneren Magma aufsteigt, erkaltet und erstarrt. Beispiel hierfür ist das Basaltgestein, aus dem der erloschene Vulkan in Parkstein besteht. Ein Beispiel für Sedimentgestein oder Ablagerungsgestein ist der Sandstein oder Kalkstein. Letzterer entsteht, wenn im Meer Panzer oder Muscheln toter Meerestiere zu Boden sinken und durch hohen Druck zu Stein wurden. Im Kalkstein kann man auch Fossilien, also versteinerte Tiere und Pflanzen, sehen.

Anschließend sollten wir im Labor unsere eigenen Steine untersuchen und die Ergebnisse in ein Arbeitsblatt eintragen. Hierzu betrachteten wir die Steine genau, um Form, Farbe, Muster oder verschiedene Schichten und enthaltene Fossilien zu erkennen. Um die ursprüngliche Farbe des Steins festzustellen, zerschlugen wir ihn mit einem Hammer. Dazu mussten wir eine Schutzbrille aufsetzen. Mit einem Hammer und mit vier kräftigen Schlägen war der Stein entzwei. Unter dem Mikroskop untersuchten wir eine Gesteinshälfte anschließend auf Hohlräume und Mineralien.

Ritzen und lecken


Als nächstes überprüften wir die Härte unseres Steins, in dem wir ihn mit einem Nagel einzuritzen versuchten. Dann sollten wir mit der Zungenspitze probieren, wie der Stein schmeckt. Hat er einen salzigen oder einen neutralen Geschmack? Mein Stein schmeckte nach nichts und der Geschmack war somit neutral.

Jetzt durften wir mit einer Pipette verdünnte Salzlösung auf unseren Stein träufeln und beobachten, ob und wie stark die Oberfläche - je nach Kalkgehalt des Steins - aufschäumt. Das war sehr spannend. Als nächstes haben wir unsere Steine noch gewogen und die Gesteinsdichte errechnet.

Aus den gewonnenen Ergebnissen kann man nun schlussfolgern, welche Art von Stein vorliegt.

Sieben Fragen für KlugscheißerHast du den Bericht genau gelesen, kannst du sicher die folgenden Fragen beantworten:

1. Was sind Fossilien?

2. Gibt es einen Vulkan bei uns in der Oberpfalz?

3. Nenne ein Beispiel für ein magmatisches Gestein?

4. Nenne ein Beispiel für ein Sedimentgestein!

5. Warum müssen Steine zum Untersuchen zerschlagen werden?

6. Warum mussten wir die Steine wiegen?

7. Was kann man mit einem Nagel feststellen?
(Die Lösungen gibt es weiter unten)

Feldspat, Quarz und Glimmer


Nach dem Besuch des Geozentrums stellte sich Schülerin Lisa einem kurzen Interview.

Wie gefiel dir eigentlich unser Tag außerhalb der Schule?

Lisa: Er war sehr schön, denn wir konnten viel erfahren und kennenlernen.

Was hat dir persönlich am besten gefallen?

Lisa: In der Ausstellung natürlich der Erdbebensimulator. Unten im Labor die Versuche mit Salzsäure. Außerdem, dass wir mit einem Mikroskop auf unserem Stein sonst unsichtbare Kristalle und Hohlräume erkennen konnten.

Und was hat dir nicht so gut gefallen oder war alles interessant?

Lisa: Mir hat eigentlich alles gefallen, außer dass wir den Stein ablecken mussten, um zu schmecken ob er salzig ist.

Weißt du noch den Merkspruch, den uns Frau Mack über die Bestandteile des Granits verraten hat?

Lisa: Feldspat, Quarz und Glimmer, die vergess ich nimmer.

Die Lösungen 1. Abdrücke von versteinerten Tieren und Pflanzen. 2. Ja, den Basaltkegel in Parkstein. 3. Granit. 4. Kalkstein. 5. Um die ursprüngliche Farbe feststellen zu können. 6. Um die Dichte berechnen zu können. 7. Die Härte des Gesteins.
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