Für Abiturienten und ihre Eltern
Erst informieren und dann studieren: Vortragsreihe startet

Arbeitsagenturchef Thomas Würdinger (rechts) präsentiert zusammen mit dem für Abiturienten zuständigen Berufsberater Heinrich Scherm die neue Vortragsreihe "Donnerstags um fünf im BIZ". Bild: sbü

Seit Einführung des G8 müssen Abiturienten noch früher als bisher ihr Studium auswählen. Die nach wie vor hohen Abbrecherquoten zeigen, viele haben sich nicht ausreichend informiert. Vorträge von Praktikern bieten Hilfe, um die passende Entscheidung zu treffen.

Aus der langjährigen Vortragsreihe "Studium und Beruf" wird ab sofort die Reihe "Donnerstags um fünf im BIZ". Mit dem neuen Namen sind zahlreiche Veränderungen verbunden, die Arbeitsagenturchef Thomas Würdinger und Berufsberater Heinrich Scherm vorstellten. "Wir wollen hauptsächlich solche Studiengänge vorstellen, für die eine gute arbeitsmarktliche Perspektive besteht."

Neu ist vor allem, dass die Eltern der zukünftigen Studenten verstärkt einbezogen werden sollen. "Eltern haben auf die Berufsentscheidung ihrer Kinder oftmals einen entscheidenden Einfluss", berichtet Berufsberater Scherm aus seiner langjährigen Erfahrung. Sie sind zu allen Vorträgen mit eingeladen. Ein spezieller Vortragsnachmittag am 10. März mit dem Thema "Einstiegskurs Studium - Basisinformation für Studienanfänger und deren Eltern" wendet sich ausdrücklich auch an die Eltern. Dort sollen unter anderem Grundstrukturen und Abläufe der Studiengänge, insbesondere das Bachelor-Master-System, ausführlich erklärt werden.

Zahlreiche Experten aus der Praxis und aus den Hochschulen konnten auch in diesem Jahr wieder für die Vorträge gewonnen werden. So können die angehenden Abiturienten aus erster Hand Detailinformationen über Studiengänge und spätere Berufsinhalte erfahren.

Wir wollen hauptsächlich solche Studiengänge vorstellen, für die eine gute arbeitsmarktliche Perspektive besteht.Berufsberater Heinrich Scherm

Das Spektrum der Vorträge reicht von Soziale Arbeit/Sozialpädagogik über Internationales Technologiemanagement bis hin zu dualen Studiengängen. "Wir wollen insbesondere Studiengänge an Standorten vorstellen, die von unserer Region nicht allzu weit entfernt sind." Nach wie vor erfolgt die Vortragsreihe in Zusammenarbeit mit der OTH Amberg-Weiden. Es wird aber auch über Studiengänge informiert, die in Amberg und Weiden nicht studiert werden können.

Die Agenturvertreter bedauern ausdrücklich die nach wie vor viel zu hohen Abbrecherquoten an den Hochschulen. "Auch die Einführung der Berufswahlorientierung in der 11. Jahrgangsstufe hat wenig daran verändert, dass noch immer rund ein Drittel ihr Studium abbrechen", sagt Würdinger. "Viele geben einfach auf, weil sie sich überfordert fühlen." Dies könne oft verhindert werden, wenn man sich vorher eingehend mit den Studieninhalten beschäftigt. Jedes verlorene Jahr sei aus individueller und gesellschaftlicher Sicht eine Fehlinvestition.

Vorträge der Reihe "Donnerstags um 5"

Alle Vorträge beginnen um 17 Uhr im Berufsinformationszentrum der Arbeitsagentur Weiden in der Weigelstraße 24. Voranmeldung per Mail Weiden.BIZ@arbeitsagentur.de oder unter 0961/409-2152. Infos: www.arbeitsagentur.de.

  • 14. Januar, Soziale Arbeit/Sozialpädagogik, Franziska Hübner, Studierende und wiss. Mitarbeiterin der OTH Regensburg.
  • 21. Januar, Duales Studium beim Amt für ländliche Entwicklung (Tirschenreuth), Huberta Bock.
  • 28. Januar, Wirtschaftswissenschaften/Wirtschaftspädagogik, Anita Hofmeister, Studierende Universität Erlangen.
  • 4. Februar, duale Studiengänge bei Witt-Weiden, Ann-Kathrin Kinder, Witt-Weiden.
  • 3. März, Internationales Technologiemanagement (OTH Weiden), Amy De Vour.
  • 10. März, Einstiegskurs Studium - Basisinformationen für Studienanfänger und deren Eltern, Heinrich Scherm, Berufsberater.
  • 17. März, Betriebswirtschaft/Handels- u. Dienstleistungsmanagement (OTH Weiden), Prof. Dr. Johann Strassl.
  • 7. April, Einstiegsmöglichkeiten für Abiturienten im öffentlichen Dienst, Berufsberater Heinrich Scherm.
  • 14. April: Pflege dual (OTH Regensburg), Prof. Dr. Christa Mohr.

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