Fusion mit den Franken geplatzt
Generalversammlung BÄKO Oberpfalz eG - Standort Weiden der BÄKO soll erhalten bleiben

Die Aufsichtsratsmitglieder Thomas Retzer, Andreas Brandstätter, Vorstand Walter Beer, Aufsichtsratsvorsitzender Josef Arnold, sowie die neuen Aufsichtsräte Ruth Herbst und Klaus Popp (von links). Bild: R. Kreuzer

Die Bäko Oberpfalz bleibt selbstständig. Es gibt keine Fusion mit der Bäko Franken-Oberbayern/Nord. Das entschieden die Mitglieder schon im Frühjahr, Nun gilt auch der Kooperationsvertrag als beendet. Die Oberpfälzer stellen sich neu auf, wählen ihre neuen Aufsichtsratsmitglieder.

(kzr) Bäckermeister Thomas Retzer (Weiden) kandidierte nach zwölf Jahren nicht mehr für den Aufsichtsrat. Auch die Bäckermeister Andreas Brandstätter (Teunz) und Bäckermeister Josef Arnold (Neustadt) schieden aus. Sie wurden aber einstimmig wiedergewählt. Neu ins Gremium kamen Ruth Herbst (Hohenkemnath) und Klaus Popp aus Selb, der schon Aufsichtsrat der ehemaligen Bäko Selb war und seine Erfahrungen einbringen will.

Erstmals mit einer Frau


2018 feiert die Bäko in Weiden ihr 100-jähriges Bestehen. "Ich will mich dafür einsetzen, dass der Standort Weiden erhalten bleibt", sagte Konditorenmeisterin Ruth Herbst. Die 43-Jährige aus Hohenkemnath (Landkreis Amberg-Sulzbach) ist die erste Frau im Aufsichtsrat. Sie führt seit acht Jahren einen Betrieb.

Bäko-Vorstand und Geschäftsführer Walter Beer vermeldete für 2015 einen leicht gestiegenen Umsatz, der vor allem aus dem besseren Verkauf von Maschinen und Geräten mit einem Plus von 38,59 Prozent resultiert. Damit wurde der Umsatzrückgang bei der Frischware aufgefangen, der dem Preisverfall bei Milchprodukten geschuldet ist. Bei Tiefkühlprodukten generierte die Genossenschaft ein Umsatzplus von 3,10 Prozent, bei Rohstoffen von 4 Prozent und bei Dienstleistungen von 12,33 Prozent. Handelswaren wurde dagegen mit 4,23 Prozent weniger umgesetzt. Beer baut auf 191 Mitglieder.

Thorsten Schraer vom Deutschen Genossenschafts- und Raiffeisenverband zeigte das Ergebnis der Bilanzprüfung auf. Er lobte die hohe Identifikation der Mitglieder mit ihrer Bäko. Im Bundes-Vergleich stehen die Oberpfälzer mit 24,6 Millionen Euro Jahresumsatz auf Platz 22 der 28 Bäkos. Den Bilanzgewinn bezifferte Schraer auf 48 700 Euro bei einer Eigenkapitalquote von 40,5 Prozent.

Bäko selbst stärken


Aufsichtsratsvorsitzender Josef Arnold rief die Mitglieder auf, durch bewussten Einkauf bei ihrer Bäko den Standort Weiden zu erhalten. Heuer werden 22 700 Euro an die Mitglieder ausgegeben, die Dividende liegt bei vier Prozent. Der Restbetrag fließt in die Rücklage.

In seinem Grußwort sprach Thomas Ludwig von der Volksbank Nordoberpfalz die aktuelle Finanzmarktlage an. Die niedrigen Zinsen könnten für Investitionen genutzt werden, die eine Verbesserung der Rentabilität versprechen, etwa bei der Senkung des Energieverbrauch.

Die niedrigen Zinsen sieht Bankfachmann Ludwig im Hinblick auf die Altersversorgung auch kritisch. "Viele Versorgungswerke werden Probleme bekommen", beschrieb er seine Einschätzung. Er empfahl den Unternehmern, sich jetzt schon Gedanken zu machen.

Mitarbeiter geehrtBäko-Geschäftsführer Walter Beer ehrte Johann Götz für 35 Jahre Betriebstreue. Manfred Karl, Bernhard Wurmitzer, Rainer Schlaffer, Stephan Frank sind 20 Jahre dabei. In den Ruhestand gingen Manfred Lingl (45 Jahre Betriebszugehörigkeit), Alois Uschold (44 Jahre) und Günther Washausen (37 Jahre). (kzr)
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