Fußwaschung am Gründonnerstag in der katholischen Kirche
Auch Frauenfüße gern gesehen

Einzig die Botschaft, nicht das Geschlecht ist wichtig bei der Fußwaschung (wie hier in der Pfarrei Heilige Familie in Amberg), findet Pfarrer Armin J. Spießl. "Will einer ein Jünger Jesu sein, muss er bereits ein, zu teilen, Demut zu zeigen und zu dienen." Bild: Hartl

Nun also dürfen offiziell auch Frauenfüße bei der Abendmahlsmesse am Gründonnerstag gewaschen werden, heißt es im Bistumsblatt (wir berichteten). Dabei hat Pfarrer Armin J. Spießl "noch nie einen Unterschied zwischen Aposteln und Apostelinnen" (Zitat Spießl) gemacht. "Einzig die Botschaft ist wichtig", findet der Pfarrer, der seit 13 Jahren Erstkommunionkindern in seinen Gemeinden Neunkirchen und Mantel die Füße wäscht. "Da ist nie darauf geschaut worden, ob's Jungen oder Mädchen sind." Zwölf waren es halt immer. Für jeden Apostel einen. "Heuer geht das in Neunkirchen genau auf. In Mantel entscheidet bei 21 Erstkommunionkindern das Los."

In St. Konrad etwa gibt es das Ritual der Fußwaschung gar nicht, erklärt Dekan Johannes Lukas. "Das ist etwas für den Bischof und in den Pfarreien eher unüblich." Warum? "Weil die Leute es gar nicht wollen. Sie genieren sich." Der Oberpfälzer sei Lukas Meinung nach sowieso eher zurückhaltend und die Messe am Gründonnerstag "eh sehr symbolträchtig".
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Verona Kraß aus Amberg in der Oberpfalz | 08.03.2016 | 14:23  
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