G7 war der Gipfel
Intensives Jahr für Technisches Hilfswerk

Seit bis zu 60 Jahren halten sie dem THW die Treue: (von links) Heiko Engelbrecht, Herbert Bäumler, Birgit Grötsch, Michael Meier, Andreas Hammerl, Hubert Kuchenreuther, Jakob Beck, Julian Meier und Michael Braun (rechts) freuen sich über die Ehrung durch Ortsbeauftragten Andreas Duschner (Zweiter von rechts). Bilder: hfz

61 Einsätze, 14 000 Dienststunden: Das Technische Hilfswerk Weiden bilanziert ein "sehr intensives Jahr". Gefordert waren die Helfer unter anderem beim G7-Gipfel in Elmau. Und auch für Flüchtlinge setzten sie sich ein. Problem: Die Arbeit verteilt sich auf immer weniger Schultern.

Im Jahresrückblick machte Ortsbeauftragter Andreas Duschner deutlich, dass die rund 14 000 Dienst- und Einsatzstunden von immer weniger Ehrenamtlichen erbracht werden müssen. "Wir haben ein sehr intensives Jahr mit insgesamt 61 Einsätzen und einer Leistung von rund 2500 Stunden hinter uns." Es startete mit einem "Einsatzvorbehalt" für den G7-Gipfel. Das THW in Bayern stellte Ende Mai, Anfang Juni unter anderem 51 Großaggregate für Notstromerzeugung und 260 Fahrzeuge, sorgte für bis zu 800 000 Liter Trinkwasser pro Woche. Aus Weiden war die Fachgruppe Räumen vor Ort, um Kontrollwege für die Polizei instand zu halten. Kaum war diese Aufgabe bewältigt, zeichnete sich eine neue Herausforderung ab: der Zustrom von Flüchtlingen vor allem aus Syrien. Mit einer Vorlaufzeit von nur wenigen Stunden mussten die ersten Notunterkünfte eingerichtet werden: in der Berufsschulturnhalle und später der Mehrzweckhalle in Weiden, aber auch in Feldkirchen bei Straubing und in Erding. Der Ortsverband Weiden entsandte Elektro-Experten, die für Strom in den Notunterkünften sorgten.

Zwei Großbrände


Für die Bundespolizei Waidhaus wurden winterfeste Container mit Strom und beheizter Frisch- und Abwasserversorgung eingerichtet, um die Registrierung in der kalten Jahreszeit möglichst angenehm zu gestalten. Weitere Einsätze waren unter anderem zwei Großbrände von landwirtschaftlichen Anwesen in Münchsreuth bei Speinshart und Rupprechtsreuth bei Mantel sowie ein Tiefbauunfall mit einem Bagger in Weiden.

Elf THW-Mitglieder erfuhren eine Ehrung für zusammen 325 Dienstjahre. Markus Wanninger, Vertreter der THW-Geschäftsstelle Hof, überreichte zusammen mit Andreas Duschner die Urkunden von THW-Präsident Albrecht Broemme an Herbert Bäumler (60 Jahre Treue), Jakob Beck (50 Jahre), Michael Braun (40 Jahre), Hubert Kuchenreuther (40 Jahre), Birgit Grötsch (25 Jahre), Martin Meier (25 Jahre), Michael Meier (25 Jahre), Heiko Engelbrecht (20 Jahre), Andreas Hammerl (20 Jahre), Julian Meier (10 Jahre) und Lukas Hecht (10 Jahre). Für die besonderen Leistungen beim G7-Einsatz in Elmau zeichnete Wanninger Markus Koller, Joseph Fellner und Andreas Duschner aus. Hintergrund
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