Gabriele Dill besucht deutschen Mönch in Japan
Riesige Freude über ein Stück Brot

Gabriele Dill (rechts) und Barbara Aichholzer brachten dem Mönch Matthias Schmidt ein Brot nach Japan mit. Bild: exb

Kurz vor dem Abflug nach Japan fand Gabriele Dill heraus, dass sie und eine Freundin dort genau das Klosterdorf besichtigen werden, in dem auch Matthias Schmidt lebt. Der gebürtige Regensburger hatte zwei Jahre seiner Kindheit in Weiden verbracht. Seit 2001 lebt er in der Klostergemeinschaft des Muryokoin, die dem Shingon-Buddhismus angehört, in Koyasan.

Der Ort liegt 60 Kilometer von Osaka entfernt auf einer Hochebene, umringt von hohen Bergen. Noch am Münchener Flughafen hat Dill ein bayerisches Körnerbrot aus Sauerteig gekauft, weil in dem Zeitungsartikel stand, dass sich Schmidt über Brot aus Deutschland freue.

Eineinhalb Tage hielten sich Dill, Schulleiterin der FOS/BOS, und ihre Freundin Barbara Aichholzer aus Weiden in Koyasan auf. "Ich hatte mir vorgestellt, dass es eine Tempelanlage und ein Kloster gibt", erzählt sie. Stattdessen fand sie ein Dorf mit 80 Tempeln und 60 Klöstern vor. Die Suche nach Matthias Schmidt gestaltete sich als äußerst schwierig. "Wir haben versucht, herauszufinden, wo er ist", sagt Dill. "Aber niemand kannte einen Matthias oder Mathew." Viele der Mönche sprechen kaum Englisch. Von dem Deutschen fehlte jede Spur.

Um das Brot nicht vergebens nach Koyasan gebracht zu haben, wollte es Dill unter den Mönchen verteilen und erzählte die Geschichte. Einer dieser Männer kannte Schmidt. Über Nacht konnte Dills Reiseleiterin heimlich den Kontakt zu ihm herstellen und arrangierte ein Treffen am nächsten Morgen. Die Überraschung war auf beiden Seiten groß. Über das Brot aus Sauerteig freute sich der Mönch sehr. "Das Essen in Japan ist hervorragend. Aber ein Brot dieser Art gibt es nirgends, auch nicht in Delikatessenläden", erläutert die Schulleiterin.
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