Gedächtnistrainer zeigt Elly-Schülerinnen Tricks
Tricks fürs Hirn

Ein Gedächtnistrainer zeigt Achtklässlerinnen des Elly-Heuss-Gymnasiums Tricks, sich komplexe Dinge ganz leicht zu merken. Bis er selbst ins Stocken gerät.

Markus Hofmann hat mit den Schülerinnen gewettet: Wenn sie ihm 20 Begriffe nennen, könne er sie aus dem Kopf in der richtigen Reihenfolge aufzählen. Die Achtklässlerinnen des Elly-Heuss-Gymnasiums haben viel Spaß dabei, möglichst ungewöhnliche Wörter zu finden, um Hofmann ins Schwitzen zu bringen: "Vernissage" etwa, dann "Pfandflasche", "Zivilisation" und "Schifffahrtsgesellschaft".

Lehrerin Doris Weigl schreibt alles an die Tafel. "Ich will mir jetzt also diese Begriffe merken", sagt er zu den Schülerinnen. "Wie mache ich das? Ich nehme mir vor, mir 15 Begriffe zu merken. Warum nicht 17? - Ganz einfach: Wenn ich 16 Begriffe schaffe und ich mir 15 vorgenommen habe, habe ich ein Erfolgserlebnis. Wenn ich mir 17 vorgenommen habe und nur 16 Begriffe schaffe, dann bin ich enttäuscht." Seine Botschaft: Jeder solle sich am besten realistische Ziele setzen, das motiviere.

Hofmann beginnt dann, die Begriffe aufzuzählen. Fast wie im Schlaf geht er sie von hinten nach vorne durch - und gerät plötzlich ins Stocken. Also fängt er an, über etwas ganz anderes zu reden, hüpft ein bisschen und sagt: "Wenn ich etwas spontan nicht weiß, lenke ich mich ab. Dann hoffe ich, dass mir mein Unterbewusstsein die Lösung liefert." Mit einem "Ach ja!" verkündet er den nächsten Begriff - und schafft auch den Rest mühelos.

Markus Hofmann ist Gedächtnistrainer. Der gebürtige Schwandorfer zeigt nicht nur an Schulen seine Tricks. Er gibt Fortbildungen für Firmen, tritt im Fernsehen und bei einer Vielzahl von Veranstaltungen auf. Der gefragte Experte will nicht nur Gedächtnistrainer sein. Er will auch die Motivation und Leistung seines Publikums verbessern.

In den nächsten zwei Stunden zeigt Hofmann den Schülerinnen Techniken, um sich Zahlen und Begriffe besser zu merken. Lange Zahlen können die Schülerinnen in einzelne Glieder aufteilen und sich für jedes Glied ein Symbol überlegen. Daraus könne man dann eine Geschichte bauen. Er zeigt den Schülerinnen, wie das funktioniert: Die Zahl 111 297 könnte man sich etwa so merken: Die Fußballmannschaft (11) schaut auf die Uhr (12). Dann läuft ein Schwein vorbei (9 wegen des Kringelschwanzes) und hinterher Zwerge (7). Die Schülerinnen sind begeistert von den Techniken. Entsprechend enthusiastisch beteiligen sie sich an seinen Übungen und kleinen Spielen.
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