Gefesselt und beraubt
Ermittlungsgruppe „Rio“ sucht weiter nach Tätern

Der Raubüberfall im April in Grafenwöhr ist noch nicht gelöst. Ermittler suchen noch nach den Tätern. Archivbild: jrh

Die Einbrecher lassen ihre Opfer mit schlimmen Verletzungen zurück, gefesselt und gepeinigt. Die Beute - Bargeld - nehmen sie mit. Die Polizei steht vor einem Rätsel: Wer sind die Täter? Es gibt viele Parallelen zwischen dem Überfall am Weidener Hammerweg im September 2015 und dem im April 2016 am Weinbühl in Grafenwöhr. Einen großen Unterschied gibt es aber auch.

Im Weidener Fall müssen sich über ein Jahr später ab Dienstag, 22. November, drei Männer vor der 1. Strafkammer des Landgerichts Weiden verantworten. Bei dem Martyrium in Grafenwöhr tappen die Beamten acht Monate später noch im Dunkeln. Die Hoffnung, den Fall aufzuklären, ist allerdings groß, meint Albert Brück, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberpfalz, am Freitag auf Nachfrage.

In der Nacht von 11. auf 12. April, kurz nach Mitternacht, dringt ein Trio in das Haus eines älteren Paares ein. Die Einbrecher fesseln und quälen den damals 89-Jährigen, Betreiber einer ehemaligen Nachtbar, und seine 80-jährige Frau. Mit einem größeren Geldbetrag flüchten die Täter nach einer Stunde und lassen das Paar verletzt zurück. Die Frau kann sich befreien und die Polizei alarmieren. Die Beamten finden die Täter nicht.

Monate später arbeitet die Ermittlungsgruppe "Rio" noch immer mit Hochdruck an der Aufklärung des Falls, berichtet Brück. Details zu einzelnen Schritten könne er nicht verraten, es würde den Ermittlungserfolg gefährden, begründet er. Kurz vor einem Abschluss stehe die Polizei allerdings noch nicht.

Mehrfache Befragungen der Opfer hätten keine neuen Erkenntnisse über die Täter geliefert, bedauert der Pressesprecher. Die Beschreibung sei nur sehr vage. "Es ist keine alltägliche Situation, mit der man ganz ruhig und sachlich umgeht", erklärt Brück die Erinnerungslücken der Opfer. Fest steht zumindest, dass der Tresor, der bei einer Suche in der nahe gelegenen Creußen auftauchte, nichts mit diesem Fall zu tun hat. Bei den Handschellen und Handschuhen laufen noch die Ermittlungen. Brück hofft, die Täter so bald wie möglich fassen zu können, damit sie sich genau wie im Weidener Fall vor Gericht verantworten müssen.
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