Geisterradler fährt Rentnerin um
Ritt in falsche Richtung

Der Geisterradler hatte unheimlich viel Glück. Die Rentnerin aber weniger, mit der er zusammenstieß. Nun ist die Polizei alarmiert.

Mit ganz oben auf der Liste steht die Kontrolle von Geisterradlern. Das betont der Polizeisprecher am Donnerstag nach den neuesten Geschehnissen in der Prinz-Ludwig-Straße.

Sturz unvermeidbar


Dort fuhr ein 31-jähriger Weidener am Mittwoch gegen 10.15 Uhr mit seinem Fahrrad entlang - und zwar entgegengesetzt der vorgeschriebenen Fahrtrichtung. Munter trat er in die Pedale. Auch bei der einmündenden Kurfürstenstraße. Diese wollte er ohne abzubremsen überqueren. Das Vorhaben aber scheiterte herb - an einer Rentnerin.

Denn mit der 68-jährigen Weidenerin stieß der Geisterradler zusammen. Die Frau stürzte und verletzte sich leicht, der Radler blieb unversehrt. Am Fahrrad entstand ein Schaden von etwa 150 Euro. Nun reicht es der Polizei.

So verweist der Polizeisprecher am Donnerstag auf insgesamt 70 Verkehrsunfälle, die Fahrradfahrer in Weiden im vergangenen Jahr verursacht haben. 28 davon gehen demnach auf das Konto von Geisterradlern. In 4 von diesen 28 Fällen kollidierten Geisterradler gar mit anderen Fahrradfahrern. Im ersten Halbjahr 2016 fällt die Bilanz ebenso eindrücklich aus. So verzeichnete die Polizei von Januar bis Ende Juni 10 Unfälle mit Fahrradfahrern. 6 davon passierten, weil Radler entgegengesetzt der vorgeschriebenen Fahrtrichtung in die Pedale traten.

Die Folge: Die Polizei Weiden appelliert an die Vernunft aller Fahrradfahrer, sich an die Verkehrsregeln zu halten. Nachdruck verleihen soll diesem Appell wohl auch der Verweis auf die aktuell verstärkte Kontrolle von Geisterradlern in der Stadt.
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