Gemeinsames Projekt von FC Weiden-Ost und HPZ Reha-Sport
Wenn Sport verbindet

Stolz präsentieren der FC-Ost-Vorsitzende Franz Bäumler (Zweiter von rechts) und Thomas Fritsch, zweiter Vorsitzender des HPZ Reha-Sport (Zweiter von links), gemeinsam mit Behindertensportlern und Unterstützern die Ergebnisse ihrer gemeinsamen Aktionen. Bild: sbü

"Demokratie leben" heißt das Förderprogramm. Gemeinsam leben - und aktiv sein: Das setzten in einem ungewöhnlichen Projekt der FC Weiden-Ost und HPZ Reha-Sport dank der Mittel um. Sportler mit und ohne Behinderung taten sich zusammen. Und erreichten damit viele Erfolge. Nicht nur sportlich.

Wenn zwei zusammenarbeiten, ist das Ergebnis meistens besser als bei Alleingängen. Synergieeffekte nennt man so etwas. Ein sehr gutes Beispiel dafür liefert ein Projekt des FC Weiden-Ost mit dem HPZ Reha-Sport Irchenrieth, gefördert mit Mitteln des Bundesprogramms "Demokratie leben". Franz Bäumler, Chef des FC Ost, präsentierte jetzt zusammen mit Thomas Fritsch, zweiter Vorsitzender des HPZ Reha-Sport e. V., die gemeinsamen Aktionen im vergangenen Jahr.

Sport und Freizeit


Sie standen unter der Überschrift "Menschen zusammenführen". Behinderte und Nichtbehinderte beider Vereine trafen sich zu Sport und Freizeit. Beteiligt waren die Sparten G-Judo und Fußball. Obwohl die Projektmittel erst nach den Sommerferien zum Einsatz kommen konnten, ist die Liste gemeinsamer Veranstaltungen sehr lang geworden. Sport und andere Freizeitaktionen wechselten sich dabei ab. Als Beispiele nannten Bäumler und Fritsch die Teilnahme an Judo-Wettkämpfen in Hannover, Einladungsturniere und gemeinsame Trainingstage. Getroffen haben sich Mitglieder beider Vereine aber auch zu Diskussionsabenden, Informationsveranstaltungen und Jugendbegegnungen. Das Ganze illustrierten die beiden mit einer umfangreichen Präsentation mit zahlreichen Bildern. Diese zeigten auch die vielen sportlichen Erfolge bei den Wettbewerben. So unter anderem der Gewinn der bayrischen Meisterschaft durch G-Judoka Selina Römisch sowie der erste Platz des G-Judoka Ludwig Scharnagl bei den internationalen deutschen Meisterschaften.

HPZ-Vertreter Fritsch berichtete zudem, wie das Projekt zustande gekommen war. "Der FC Weiden-Ost ist auf uns zugekommen, und wir waren sofort begeistert." Mit der Zusammenarbeit wollen die beiden Vereine dazu beitragen, "dass jedes Kind die Möglichkeit haben soll, einen Sportverein zu besuchen". Durch das gemeinsam entwickelte Konzept soll auch ein Beitrag zur Integration von Kindern und Jugendlichen mit Behinderung und zum Abbau von Vorurteilen geleistet werden.

Fortsetzung folgt


Herbert Schmid vom Programmkoordinator "Arbeit und Leben" lobte das Projekt und berichtete, dass es im laufenden Jahr mit 4800 Euro den höchsten Förderbetrag des Gesamtprogramms erhalten werde. Für Alexander Grundler, Behindertenbeauftragter der Stadt, ist das Projekt "wertvoll für die gelebte Inklusion in Weiden". Das Handicap stehe im Sport nicht mehr im Vordergrund. Dass im neuen Jahr eine noch längere Liste gemeinsamer Aktionen zustande kommt, davon zeigten sich die beiden Vereine überzeugt. Die Teilnahme mit einer Delegation von 70 Teilnehmern an den Special Olympics 2016 in Hannover sei bereits jetzt fest geplant.
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