Geschwindigkeitsüberwachung durch die Polizei in der Oberpfalz
"Kühler Kopf statt heißer Reifen"

Symbolbild: dpa

Die Polizei überwacht verstärkt in der Woche von 1. bis 8. Juli die Oberpfälzer Verkehrswege mit Blick auf die gefahrenen Geschwindigkeiten. Die Aktionswoche „Kühler Kopf statt heißer Reifen“ ist Teil des Verkehrssicherheitsprogramms 2020 „Bayern mobil – sicher ans Ziel“ und soll besonders auf die Gefahren durch nicht angepasste Geschwindigkeit aufmerksam machen.

Wie die Polizei mitteilt, zeigt die Verkehrsunfallstatistik für das erste Quartal des laufenden Jahres eine Steigerung bei den Geschwindigkeitsunfällen um annähernd 20 Prozent. In den ersten drei Monaten stieg die Zahl der Unfälle in der Oberpfalz, bei denen eine nicht angepasste Geschwindigkeit unfallursächlich war, von 255 in 2015 auf 304 im Jahr 2016. Ein Verkehrsteilnehmer verlor dabei sein Leben und 146 Personen erlitten zum Teil schwerste Verletzungen.

Im Zehnjahresvergleich zeigt sich in der Oberpfalz bei den Geschwindigkeitsunfällen eine sinkende Bilanz, mit einem Tiefststand von exakt 1000 Unfällen im Jahr 2015. Die Zahlen von 13 getöteten Verkehrsteilnehmern und 687 Verletzten im vergangenen Jahr machen aber sehr deutlich, dass es nach wie vor Handlungsbedarf mit Blick auf die Verkehrssicherheit gibt.

"Besonderes Ziel der Aktion ist es, bei den Verkehrsteilnehmern das Bewusstsein für die möglichen Folgen von zu schnellem Fahren zu wecken und so eine nachhaltige Einstellungs- und Verhaltensänderung und dadurch mehr Sicherheit auf den Straßen zu erreichen", berichtet Polizeisprecher Albert Brück.

Da folgenschwere Unfälle auf Landstraßen immer wieder auf nicht angepasste Geschwindigkeit zurück zu führen sind, nehmen Ordnungshüter quer durch den Regierungsbezirk gerade auch diese Verkehrswege in die Verkehrsüberwachungen mit auf.

Keine Ankündigung von Messstellen


Anders als beim Blitzmarathon erfolgt in der Kontrollwoche Anfang Juli keine Ankündigung von möglichen Messstellen. Die verstärkten Kontrollen, bei denen neben der Geschwindigkeit auch andere Verstöße wie zum Beispiel verbotswidrige Nutzung des Handys als Fahrzeugführer oder Nichtanlegen des Sicherheitsgurts geahndet werden, beginnt am Freitag, 1.Juli um 6 Uhr und endet am Freitag, den 8. Juli um 6 Uhr.

Jede mit Verkehrsaufgaben betraute Polizeidienststelle legt dabei fest, wo Kontrollen durchgeführt werden. Unterstützung erfahren die Oberpfälzer Beamten dabei auch durch die Bayerische Bereitschaftspolizei. Es wird versucht, mit möglichst vielen Verkehrsteilnehmern, die zu schnell unterwegs waren, ins Gespräch zu kommen. Im persönlichen Kontakt sollen die Fahrzeuglenker auf festgestellte Fehlverhalten hingewiesen und mögliche Folgen aufgezeigt werden.

In Bayern sterben jährlich etwa 10-mal so viele Menschen bei Verkehrsunfällen wie durch Gewaltverbrechen ihr Leben verlieren. Eine polizeiliche Verkehrsüberwachung, die zu einem umsichtigen und angepassten Verkehrsverhalten führt, rettet somit Menschenleben.
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Stefan Kreuzeck aus Pfreimd | 23.06.2016 | 09:40  
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