Greenpeace präsentiert im Kunstverein die Dokumentation „Black Ice“
Spannender als Hollywood

Kunst und Umwelt: Beides verdient höchsten Schutz. Wolfgang Herzer vom Kunstverein begrüßt mit Greenpeace-Sprecher Ali Zant die Gäste des Filmabends. Bild: Otto

Winzige Schlauchboote auf stürmischer See, riskante Manöver im friedlichen Kampf gegen vermeintlich übermächtige Gegner - dafür steht Greenpeace. Der Weidener Ableger setzt auf weniger spektakuläre Kampagnen, klärt auf, an Infoständen oder bei Veranstaltungen. Und: Mit einer Filmreihe zeichnet er ein Bild des Widerstands aus unterschiedlichsten Perspektiven.

Den Anfang machte am Freitag im Kunstverein die höchst spannende Dokumentation "Black Ice". Eine Geschichte, die sich Hollywood-Autoren nicht besser hätten einfallen lassen können. 2013 war die Crew des Greenpeace-Schiffs "Arctic Sunrise" in das ewige Eis aufgebrochen, um die riskanten Ölbohrungen von Gazprom in dieser Region anzuprangern.

Bis zu 15 Jahre Haft


Beim Versuch, ein Transparent an einer Ölbohrplattform anzubringen, wurden die 30 friedlichen Umweltschützer ohne Rücksicht auf Menschenleben abgedrängt und später unter vorgehaltenen Waffen festgesetzt und in ein russisches Gefängnis eingesperrt.

Die Anklage: Piraterie, bis zu 15 Jahren Haft drohten den Aktivisten. Die dokumentarischen Bilder zeigen die beklemmende und gefährliche Situation, in der sich die "Arctic 30" auf einmal befanden.

Monatelang musste die Crew in Haft ausharren, bis sie dank weltweiter Solidarität letztendlich amnestiert wurde. Greenpeace Weiden wird in den nächsten Wochen noch weitere Filme vorführen. Sie sollen zeigen, wie unterschiedlich die Aktionsformen der Nicht-Regierungsorganisation und wie vielfältig die Themen sind, derer sich die Aktivisten annehmen. Geplant sind: "How to change the world", "Deep Blue", "Unser Ozean" und "Plastic Planet".
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Ali Zant aus Weiden in der Oberpfalz | 15.02.2016 | 10:04  
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