Großzügige Geste für Flüchtlinge
Rotary-Club Weiden Max Reger unterstützt Camp Pitman mit Lehrmaterialien

Strahlende Gesichter: Rotary-Präsidentin Martina Leithenmayr (Fünfte von rechts, stehend) überreichte Unterrichtsmaterial für die Deutschkurse im Camp Pitman an Manfred Weiß vom "Netzwerk Asyl" (rechts). Auch im Bild: Lehrerin Christine Maier (Fünfte von links) und ihre Schülerin Lina aus Syrien (hinten, Dritte von rechts, weißes Kopftuch). Bild: Fritsch

Studiendirektorin Christine Maier unterrichtete gut 30 Jahre am Elly-Heuss-Gymnasium. Seit zwei Jahren gibt sie in der Regierungsunterkunft "Camp Pitman" Deutschkurse für Frauen. "Mir macht das Spaß." Eine ihrer Schülerinnen ist Lina, Ingenieurin aus Syrien. Christine Maier hält sie für "extrem intelligent": "Wir sind schon beim Perfekt."

(prk/ca) Damit dieser Unterricht auch funktionieren kann, bedarf es Schreibwaren und Unterrichtsmaterial. Der Rotary-Club Weiden "Max Reger" hat dieses Problem in Angriff genommen und spendete rund 200 Hefte, Radiergummis, Spitzer und über 500 Bleistifte. Stellvertretend überreichten Präsidentin Martina Leithenmayr, Vizepräsidentin Dr. Claudia Greipl und Mitglied Christina Kopp die Fördermittel. "Bildung liegt uns sehr am Herzen", betonte die Präsidentin.

Highlight der Spende war der Beamer. Über ihn freuten sich Lehrerin Christine Maier und Manfred Weiß, Ehrenamtskoordinator der Diakonie, besonders. Auch die Schüler waren begeistert. Die Rotarier hatten außerdem eine Weltkarte dabei, die im Unterrichtsraum angebracht wurde.

Die Sprachkenntnisse der Bewohner der Regierungsunterkunft sind sehr unterschiedlich. Während Lina und andere schnell beachtliche Fortschritte erzielen, müssen manche Neubürger erst das lateinische Alphabet üben. Deshalb finden für die Asylbewerber im "Camp Pitman" Kurse mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden statt. Diese sind meist gemischt. Es gibt aber auch reine Frauen-Kurse. Sieben Ehrenamtliche bestreiten die Deutsch-Kurse im "Camp Pitman" und in der Max-Reger-Schule. Dabei handelt es sich um aktive und pensnionierte Lehrer und Germanisten, die das ausschließlich unentgeltlich und freiwillig tun.

Sprachbegabung erlebt auch Manfred Weiß, Koordinator für Asyl-Ehrenamt, jeden Tag. Er hat sein Büro in einem der neuen Containerhäuser - gleich neben dem Schulungsraum. Einige seiner neuen "Nachbarn" sind Schüler der FOS/BOS, manche legen das Deutsch-Abitur ab.

Paten gesucht


Trotz der großen Anzahl von Unterstützern sucht das "Netzwerk Asyl" weiter Paten für das Camp. Aufgabe ist es, sich ein bis zwei Stunden die Woche Zeit zu nehmen und Flüchtlinge in Alltagsfragen zu unterstützen. "Jeder kann Pate werden", betont Weiß. "Es ist wichtig, auf Flüchtlinge zuzugehen, um das Eis zu brechen".
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