Grundschulen: 46 Anmeldungen mehr als im Vorjahr
Mehr Erstklässler

Schulamtsdirektorin Christine Söllner. Bild: Hartl

Plus-Rechnen steht auf den Stundenplan: 329 angehende Abc-Schützen sind für September bei den 7 Weidener Grundschulen angemeldet. Das sind 46 Kinder mehr als im Vorjahr. Vor allem eine Schule, die auf Schrumpfkurs schien, darf sich auf einen enormen Zuwachs freuen.

Wie schnell sich die Vorzeichen doch manchmal verkehren. Vergangenes Jahr war die Rehbühlschule arg gebeutelt: Nur 40 Kinder wurden dort angemeldet - ein Minus von 20. Heuer ist die Schule dagegen Spitzenreiter der anderen Art: 74 Kinder sind fürs kommende Schuljahr als Erstklässler angekündigt - plus 34. Das berichtet Schulamtsdirektorin Christine Söllner.

Die Rehbühlschule ist mit einem derart großen Zuwachs natürlich der Ausreißer nach oben. Allerdings ist der Trend auch insgesamt positiv. Ein Plus von 46 im Stadtgebiet habe es schon lange nicht mehr gegeben, sagt Söllner. "Das freut mich wirklich." Zumal im Vorjahr die Zahlen stark gesunken waren, nämlich auf 283 (Schuljahr 2014/15: 317; 2013/14: 330; 2012/13: 315). Gleichzeitig betont Söllner, dass Anmeldezahlen mit Vorsicht zu genießen sind. Wie viele Kinder tatsächlich im September ihre Schullaufbahn starten, das könne sich erfahrungsgemäß noch ändern.

Das Plus im Rehbühl ist nach Auskunft der Schule vor allem auf gestiegene Geburtenzahlen zurückzuführen. Das sei gar nicht so überraschend, sagt Söllner. "Man merkt, dass die jungen Leute wieder Lust auf Kinder haben." Flüchtlingskinder spielten dagegen nur eine kleine Rolle. Unter den Angemeldeten im Rehbühl sei gerade mal eine Handvoll. Etwas anders sieht es in der Albert-Schweitzer-Schule aus, in deren Sprengel Camp Pitman liegt. Hier ist der Anteil an jungen Flüchtlingen in den ersten vier Jahrgangsstufen vergleichsweise hoch. Auch in der Stockerhut verzeichnen sie nun ein deutliches Plus (13) bei den Anmeldungen. Allerdings erklärt sich der Zuwachs nicht nur mit Flüchtlingskindern (ebenfalls eine Handvoll). Zuzüge in den Sprengel und die Geburtenzahlen trugen ebenso ihren Teil bei, sagt Rektorin Evelyn Dineiger.

Welche Auswirkungen die Zahlen auf die Klassenform in den Schulen haben, lässt sich laut Söllner noch nicht sagen. Derzeit gibt es in der Rehbühl- und der Hammerwegschule neben regulären auch je eine Kombiklasse 1/2. Daneben haben die Clausnitzer- und die Albert-Schweitzer-Schule die Flexible Eingangsstufe (FleGS-Klassen) eingeführt.

AnmeldezahlenAlbert-Schweitzer-Schule: 59 (Vorjahr: 46)

Clausnitzerschule: 23 (27)

Gerhardingerschule: 35 (29)

Hammerwegschule: 43 (39)

Hans-Sauer-Schule: 57 (61)

Hans-Schelter-Schule: 38 (41)

Rehbühlschule: 74 (40) (fku)
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