Grundstückseigentümer vergeben zwei der drei Weidener Jagdbezirke – Hängepartie beim Jagdbogen I
Neue Pächter auf der Pirsch

Weiden in der Oberpfalz: Gasthof Dagner | Die Jagdreviere in der Gemarkung Weiden sollen auch in den kommenden neun Jahren ordnungsgemäß betreut werden. Die Weichen dafür stellte die Jagdgenossenschaft mit der Neuverpachtung von zwei der drei Weidener Jagdbögen. Für einen der Jagdbezirke mussten die Grundstückseigentümer die Vergabe aufschieben.

Jagdbogen I wird kleiner

In der außerordentlichen Jagdgenossenschaftsversammlung in der Gaststätte Dagner rief Jagdvorsteher Alois Lukas die Ursachen für die Hängepartie beim Jagdbogen I im Nordwesten der Stadt in Erinnerung. Dieser Jagdbezirk sei künftig von 566 auf 469 Hektar verkleinert. Der Grund: Im Zentrum des Jagdbogens werden Flächen zu einer 97 Hektar großen Eigenjagd zusammengefasst, die den Stadtwerken gehört. Möglich wurde dies dadurch, dass das Kommunalunternehmen Grundstücke von der Stadt Weiden kaufte, erläuterte der Jagdvorsteher.

Die Jagdgenossenschaft und die Stadtwerke seien sich einig, diese Eigenjagd und den übrig bleibenden Jagdbogen I weiterhin als eine Einheit zu verpachten, weil eine Bejagung sonst kaum möglich wäre, sagte Lukas. Jedoch sei der Eigentumswechsel noch nicht im Grundbuch vollzogen, so dass eine Verpachtung warten müsse. Außerdem habe sich bisher kein Bewerber gefunden. Ganz anders sieht es bei den Jagdbögen II (vom Industriegebiet "Am Forst" über Hammerweg bis zum Fischerberg) und III (zwischen Ermersricht und Mitterhöll) aus.

Einstimmiges Votum

Den knapp 600 Hektar großen Jagdbezirk II betreuten die langjährigen Pächter Wolfgang und Gerhard Dagner zuletzt zusammen mit Hans Dittrich (alle aus Weiden) als Mitpächter. Dagner senior und junior hatten sich nicht um eine Verlängerung des Vertrags beworben. Dittrich gab zusammen mit seinem Schwager Thomas Schaller (ebenfalls aus Weiden) ein Angebot ab. Einstimmig votierten die Jagdgenossen für den Kontrakt mit Dittrich und Schaller.

Aus dem Pachtvertrag für den Jagdbogen III scheiden Monika Flor aus Neustadt/Waldnaab und Heiner Vierling aus Weiden aus. Ihr bisheriger Mitjäger Walter Market (Weiden) bewarb sich zusammen mit dem Püchersreuther Gerhard Wührl um das gut 600 Hektar große Revier. Auch in diesem Fall votierten die Grundeigentümer einstimmig für einen Zuschlag an die Bewerber.

Start am 1. April

Das neue Jagdjahr beginnt am 1. April. Ab da laufen auch die neuen Pachtverträge, und zwar für die gesetzliche Mindestdauer von 9 Jahren.

Artikel über die Verpachtung des Jagdbogens I
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