Gut 100 Besucher verfolgen Schauübung der Jugendfeuerwehr Neunkirchen
"Feuer, Feuer - und der Nachbar ist weg"

Bei diesem Einsatz sind Beobachter erwünscht und Fotos erlaubt. Zeigt doch die Jugendfeuerwehr Neunkirchen bei einer Schauübung im Ort ihr Können. Bilder: mte (2)

Es brennt lichterloh in der Wohnsiedlung. Doch sobald die Sirenen heulen, wirken die gut 100 Zuschauer beruhigt. Denn das signalisiert ihnen, die Rettungsmaschinerie der Jugendwehr Neunkirchen läuft an.

Neunkirchen. "Beim Nachbarn brennt's. Das Gartenhaus steht in Flammen", meldet der Neunkirchener aufgeregt unter der Notrufnummer 112. Und wo ist der Nachbar jetzt, hakt der Mann von der Rettungsleitstelle nach. "Na, der ist zum Gartenhaus gelaufen. Seitdem habe ich ihn nicht mehr gesehen."

Der Disponent zieht seine Schlüsse: Feuer und eine vermisste Person. Die Rettungsmaschinerie läuft auf Hochtouren. Wie das aussieht, beobachten gut 100 Besucher der Schauübung der Jugendfeuerwehr Neunkirchen gespannt.

Alles geht ruckzuck. Sirenen heulen, Martinshörner tönen, Blaulicht blitzt. Die Jugendfeuerwehr unter Leitung des Gruppenführers Simon Grajer springt am Brandort an der Ecke Heiligenschlag- und Kirchäckerstraße aus dem Löschfahrzeug. Die jungen Männer und Frauen sperren Straßen, werfen Schläuche, koppeln sie mit Hydranten und dem Löschfahrzeug. Andere haben den vermissten Nachbarn, eine Strohpuppe, nahe beim brennenden Gartenhaus (einem Holzstoß) gefunden, betten ihn auf eine Trage und bringen ihn raus aus der Gefahrenstelle. Dann heißt es Wasser marsch.

15 Minuten später ist die Gefahr gebannt, vermeldet Jugendwart Roman Baumgärtner. Er kommentiert die Schauübung und gibt Hinweise, wie ein Notruf richtig abzusetzen ist. Zugleich betont er, dass die Übung ein Ansporn für die Jugendlichen und deren Engagement bei der Wehr ist und sie zugleich den Anwohnern zeigen soll, auf die Feuerwehr Neunkirchen inklusive deren Nachwuchs ist im Ernstfall Verlass. Wie schwer das Löschen sein kann, probieren die Besucher selbst am Strahlrohr aus. Jüngere versuchen sich an der Spritzenwand. Andere nutzen die Drehleiter der Feuerwehr Weiden, um knapp 30 Meter über dem Boden die Aussicht gen Weiden zu genießen oder sie inspizieren das Feuerwehrauto. Bei Gegrilltem klingt der Abend aus.
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