Gute Resonanz beim ersten gemeinsamen Volksmusikabend
Musikschulen ziehen neue Saiten auf

Josef Sterr (stehend) stellt "D'Saitenmusik Vierstädtedreieck" vor, eine von vielen Gruppen des Abends. Bild: Kunz

"Es ist schön, ein Musikant zu sein", spielte die 15-jährige Josephin Eckert von der Franz-Grothe-Schule, die einmal Zollbeamtin werden will, auf ihrem Akkordeon. Auf große Resonanz stieß am Samstag die Idee von Josef Sterr, gleich mehrere Oberpfälzer Musikschulen für einen gemeinsamen Volksmusikabend unter einen Hut zu kriegen. Der Treff war gelungen.

Der Parkplatz war voll, die Gaststätte "Zum Alten Schuster" entsprechend gut besucht. Sterr führte durchs Programm. Locker, informativ stellte er die einzelnen Interpreten und Gruppen vor, die sich zwanglos über den Raum verteilten, so dass die Zuhörer mittendrin waren.

Keinen Korb geholt


Nur aus Tirschenreuth kam keine Absage. Das Volksmusikensemble der Kreismusikschule musste krankheitsbedingt passen. Der Abend begann mit dem "Gföller Marsch", mit dem die Sing- und Musikschule der Stadt Neumarkt eröffnete. Mit dabei: Bernhard Hilbich vom "Trio Collegio", das lange Zeit zu Gast im Bayerischen Rundfunk war.

Josephin Eckert spielte auf ihrer Harmonika das "Trompeten-Echo" der Oberkrainer und lud dann die Zuhörer zu einer "Fahrt auf den Alrberg". Für Hans und Marianne aus Waldsassen war es nur "A Gsangl", für die Besucher ein wunderschönes Lied, das im Anschluss zur Aufführung kam. Dann stellte Sterr das Ensemble "D' Saitenmusik" von der Musikschule im Vierstädtedreieck Pressath vor, das "Echt Boarisch" mit Hackbrett, Zither und Gitarre den "Posthörndlwalzer" spielte. Sterr, selbst normalerweise Mitglied beim "Oberpfälzer Saitenklang", präsentierte zudem die neue Formation "Etzenrichter Dreiklang - Kleine Veeh-Harfenmusik-Projekt", wo er ebenfalls die "Sternpolka" mitspielte. Während des mehrstündigen Programms erklangen unter anderem "Guggapolka", "Schwabentanz-Melodie", "In der Früah, wann der Hahn macht an Kraahra" und "Ochsenfelder Schottisch". Am Ende sangen alle im Kanon "O wie wohl ist mir am Abend". Und weil's gar so schee war, versprach Sterr fürs nächste Jahr eine Neuauflage.
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