"Halloween" hält Polizei auf Trab
Von Kettensägen, Baseballschlägern und Alkohol

(Foto: dpa)

Am gestrigen Montag und in der Nacht auf Dienstag hatte die Weidener Polizei alle Hände voll zu tun. Ein betrunkener 15-Jähriger, drei Männer mit Kettensägen und eine 14-jährige Horrorclown-Jägerin mit Baseballschläger waren zu Halloween unterwegs.

Derber Auftritt


Am Montag, 31. Oktober, gegen 19.20 Uhr wurden den Beamten drei Männer im Stadtteil Hammerweg gemeldet. Eine Anruferin gab an, dass dort Personen mit Kettensägen unterwegs seien.

Bei ihrem Eintreffen fanden die Streifenbeamten drei Männer im Alter zwischen 31 und 32 Jahren aus Weiden und dem Landkreis Neustadt a.d.Waldnaab vor. Bei einer Überprüfung konnte festgestellt werden, dass auf den von ihnen mitgeführten Kettensägen keine Ketten aufmontiert waren.

"Auf die derzeitige Problematik bezüglich der „Horrorclowns“ angesprochen, distanzierten sich die drei Männer deutlich von derartigen Motiven", erzählt Polizeisprecher Markus Drlicek. Die Männer gaben an, lediglich Kinder erschrecken zu wollen. Bekleidet waren sie unter anderem mit Bomberjacken und einer Eishockeymaske.

Ihrem Treiben wurde jedoch durch die Polizisten ein Ende gesetzt: Die kettenlosen Kettensägen wurden vorsorglich bis zum Ende des Halloweentages sichergestellt. "Da bislang keine Erkenntnisse auf Straftaten vorliegen, dürfte der fragwürdige Auftritt des Trios ohne weitere Folgen bleiben", erklärt Drlicek weiter.

Horrorclown-Jägerin mit Baseballschläger unterwegs


Eine Baseballschläger schwingende 14-Jährige wurde der Polizei am Montag gegen 20.45 Uhr von mehreren Anrufern im Bereich der Innenstadt mitgeteilt.

Bei der daraufhin folgenden Absuche wurde das Mädchen in einer Gruppe von drei weiteren gleichaltrigen Jugendlichen angetroffen. Auf Nachfrage nach ihrer Motivation gaben die drei an, lediglich andere Personen mit ihrem Auftritt erschrecken zu wollen. Darüber hinaus wollten sie „Jagd auf Killerclowns“ machen.

Um dem vorzubeugen, sicherten die Beamten den Baseballschläger.

15-Jähriger mit 1,82 Promille


Im Rahmen einer Personenkontrolle wurde am Dienstag, 1. November, gegen 1.35 Uhr ein 15-Jähriger im Bereich Gabelsbergerstraße erheblich angetrunken festgestellt. Bei einem Test am Alkomaten wurde eine Atemalkoholkonzentration von 1,82 Promille ermittelt.

Den Beamten gegenüber offenbarte der junge Mann seinen Plan, noch fünf weitere Bier konsumieren zu wollen, die er noch bei sich hatte. Dies wurde jedoch unterbunden. Die Polizisten stellten die Flaschen sicher und übergaben den 15-Jährigen an seine Eltern.
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