Hamburger Patenverein des Weidener "Almrauch" aufgelöst
"Nordlichter" plattl'n nicht mehr

Ehrenvorsitzender Helmut Schwägerl und Vorsitzender Wolfgang Gmeiner mit dem Steuerruder, das an die langjährige Patenschafts-Verbindung zwischen "Almrausch" und "Edelweiß" erinnert. Bild: hcz

(hcz) Eine traurige Nachricht verkündete Vorsitzender Wolfgang Gmeiner in der Jahreshauptversammlung des Trachtenvereins "Almrausch". Der Hamburger Patenverein "Edelweiß" hat sich aufgelöst. Dabei sei das Schuhplattl-Können der "Nordlichter" beeindruckend gewesen, hieß es.

1908, ein Jahr nach der Gründung von "Almrausch", hätten die Weidener die Patenschaft über den norddeutschen Verein übernommen, weiß Ehrenvorsitzender Helmut Schwägerl aus der Überlieferung. Während der beiden Weltkriege und in der Nachkriegszeit sei der Kontakt eingeschlafen.

Neustart in 80er Jahren


Erst in den 80er Jahren habe der damalige Vorsitzende Hans Lindner die Patenschaft wiederbelebt. Schwägerl, Gmeiner und Ehrenmitglied Manfred Hofmann erinnern sich an mehrere Besuche mit Bussen und Privatautos in Hamburg. Auch Gegenbesuche in der Max-Reger-Stadt hätten stattgefunden. Zuletzt sei das Vereinsleben bei "Edelweiß" in Hamburg immer schwieriger geworden. Die nur noch sieben Mitglieder hätten teils eine Stunde Anreise in ihr Vereinslokal auf sich nehmen müssen.

An die 107 Jahre dauernde Verbindung erinnern zwei Geschenke in der Weidener "Almhütte": ein Buddelschiff und ein Steuerruder, das die "Almrausch"-Mitglieder bei Besuchen der "Edelweiß"-Trachtler bekamen.
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