Hannes Ringlstetter über seinen Bezug zur Oberpfalz und den Einsatz fürs Schätzlerbad
"Ich fühle mich als Provinzmensch"

Hannes Ringlstetter (rechts) vor seinem Auftritt für den Lions-Club. Sekretär German Schieder holte den Künstler für die Benefizveranstaltung nach Weiden. Bild: gag

Er hat schon ein Händchen für besondere Gäste. Für das dritte Weidener Löwenfest hat German Schieder, Sekretär des Lions-Clubs Weiden, den Sänger, Schriftsteller, Schauspieler und Kabarettisten Hannes Ringlstetter nach Weiden geholt (wir berichteten). Und das für einen guten Zweck: Mit der Benefizveranstaltung unterstützt das Lions-Hilfswerk den Neubau des Kinderspielplatzes im Schätzlerbad. Warum Ringlstetter da gerne mitmachte, erklärte er vor dem Auftritt beim Interview in seinem Tourbus.

Herr Ringlstetter, wie war Ihre Reaktion, als Sie von der Anfrage des Lions-Clubs erfuhren?

Hannes Ringlstetter: Ich hab mich erst mal gefragt: Ist das etwas, kann ich da dahinterstehen? Als ich vom Vorhaben des Lions-Clubs erfuhr, diesen Wasserspielplatz im Schätzlerbad mitzufinanzieren, war meine Antwort sofort: Ja!

Spielen Sie öfter auf Benefizkonzerten?

Ringlstetter: Immer wieder einmal. Ich finde es großartig, wenn sich ein Verein so engagiert für Projekte in der Umgebung. Für mich als Künstler und Mensch ist das die schönste Form unseres Berufes: Einen tollen Job haben, der Spaß macht, und etwas Soziales unterstützen.

Wie kam der Kontakt zustande?

Ringlstetter: German Schieder hat mich über die Agentur kontaktiert. Wir haben telefoniert, er klang recht sympathisch. Und es hat sich bewahrheitet: Ich wurde hier supernett und freundlich aufgenommen, auch mein Team, wir haben uns von Anfang an wohl gefühlt hier in Weiden.

Hatten Sie vorher schon einen Bezug zu Weiden? Was wussten Sie über diese Gegend?

Ringlstetter: Ich hatte in der Oberpfalz einen Onkel, in Schneeberg bei Winklarn. Den habe ich als Kind oft besucht, mit meinen Eltern. Jetzt komm ich da aber nur noch zu Beerdigungen hin. Die Leute hier sind mir im Lebensgefühl ähnlich. Ich fühle mich eher als Provinzmensch, bin auf dem Dorf aufgewachsen.

Sind Sie schon ein wenig in Weiden herumgekommen?

Ringlstetter: Ja, wir haben im Markthaus Brunner gefrühstückt. Das Omelett dort kann ich empfehlen, ich war danach satt bis zum Spätnachmittag! Auch ist das hier eine tolle Gegend, aber man hat das Gefühl, das ist irgendwie ein "vergessener Landstrich". Da wird nicht investiert und saniert, wo es nötig wäre. Das hat allerdings auch wieder einen Vorteil: Die Leute werden selber aktiv und engagieren sich, bewegen etwas. Das ist gut für den Zusammenhalt der Menschen, wie eine "Schicksalsgemeinschaft". In größeren Städten ist eher eine gewisse Sattheit zu spüren. Ein Überangebot, dass kaum noch etwas geht. Man bleibt schon fast lieber zu Hause, weil zu viel geboten ist, und man sich nicht entscheiden kann.

Ihr Programm heißt "Paris. New York. Alteiselfing". Wie kam es zu diesem Namen?

Ringlstetter: Ich war 2001 mit meiner damaligen Band "Schinderhannes" auf Tour. Geplant war, auch einmal international aufzutreten, am besten in Paris. Oder New York. Daraus wurde aber nichts. Doch der darauf folgende Gig war in Alteiselfing. Das war die Zündung für mein gleichnamiges Buch.

Die Vorband "Blue Haze" ist ein Weidener Gewächs. Haben Sie die Kollegen schon kennengelernt?

Ringlstetter: Ja, und ich hatte auch kurz die Chance, ihnen zuzuhören. Ich finde sie sehr gut, tolle Musiker, die wirklich mit Herzblut dabei sind.

Wie geht's weiter mit der Fernsehserie "Hubert & Staller", in der Sie auch mitspielen?

Ringlstetter: Das ist ein Phänomen, das sich inzwischen verselbständigt hat. Nächstes Jahr wird schon die sechste Staffel gesendet, und es macht noch immer viel Spaß.
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