Hans Höllriegl feiert 90. Geburtstag
Urgestein mit viel Taktgefühl

Eine große Schar an Gratulanten machte Hans Höllriegl (vorne, Vierter von links) die Aufwartung zum 90. Geburtstag. Mit dabei natürlich auch die Familie, darunter die Töchter Sylvia Vezard (links) und Claudia Höllriegl (Siebte von rechts), Monika Höllriegl (Sechste von rechts) und Sohn Frank Höllriegl (Vierter von rechts). Bild: Kunz
Hans Höllriegl , ein Weidener Urgestein, feierte am Dienstag seinen 90. Geburtstag. Geboren ist er in der Hutergasse, wo die alte Mälzerei der Landgraf-Brauerei stand. Höllriegls Vater war Braumeister. Seine Mutter eine Striegl, weiblicher Spross der gleichnamigen Baufirma. Mit 17 zog er nach Russland in den Krieg, kam ein Jahr später in Belgien in englische Gefangenschaft und wurde einen Tag vor seinem 19. Geburtstag entlassen.

Nach einem kurzen beruflichen Intermezzo bei den Amerikanern studierte Höllriegl in München Bauingenieurwesen und arbeitete dann in leitender Position als Hoch- und Tiefbau-Ingenieur bei der international tätigen Firma Sager & Woerner in Frauenricht. Über das Unternehmen hatte er einen Zweijahresvertrag für Bauarbeiten in Bagdad unterschrieben, hielt es aber nur zwei Wochen aus. "Ich musste deshalb für alle Kosten selber aufkommen."

Stolz ist er auf seine freie Mitarbeit beim Neuen Tag und seine Freundschaft mit Verleger German Vogelsang . "Ich musste die Ergebnisse einholen und habe dann die Fußballtabelle zusammengestellt." Denn Höllriegl ist zeitlebens ein Riesenfan der SpVgg Weiden, deren Mitglied er seit 68 Jahren ist. Noch bis vor fünf Jahren besuchte er jedes Heimspiel, bis ihm Knieprobleme einen Strich durch die Rechnung machten. Wie SpVgg-Chef Kurt Haas anmerkte, war der Jubilar "ein echt wuida Hund" neben dem Platz.

Seit 2000 ist Höllriegl Mitglied beim CSU-Ortsverband Weiden-Ost. Es gratulierten Stadtrat Hans Forster und Klaus Fischer . Höllriegls große Leidenschaft gilt allerdings dem Tanz. Über eine Wette bei einem Tanzabend im alten Josefshaus hatte er 1948 seine Frau Ingeborg kennengelernt, die er 1950 heiratete. "Keiner traute sich, mit ihr zu tanzen. Da hab' ich zu meinen Freunden gesagt: Wetten, ich tue es."

Ingeborg Höllriegl, eine geborene Grundke und preisgekrönte Balletttänzerin, war mit ihrer Familie aus den Ostgebieten, wo die Schwiegermutter bereits eine eigene Tanzschule leitete, in die Oberpfalz geflohen, wo sie nun Unterricht gab. Die ersten Tanzkurse in Weiden wurden von den Schülern noch in Naturalien bezahlt. Mit Butter, Käse und Fleisch.

Erste Kurse fanden beim "Dagner" statt, später dann im Vereinshaus und zuletzt in der Christian-Seltmann-Straße. Hans Höllriegl war immer mit dabei, wenn Gattin Ingeborg die Schüler die ersten Schritte lehrte. Im Stiftland leitete er selber Tanzkurse. Bei den Sommerserenaden wirkte er bis vor wenigen Jahren als Moderator mit, wenn Tochter Claudia mit ihren Latein- und Rock'n'Roll-Formationen übers Parkett fegte.

Gemeinsam hatte das Paar fünf eigene Kinder: Hans Peter , Sylvia , Monika , Claudia und Frank . Ingeborg Höllriegl brachte Sohn Uwe in die Ehe mit. Die Familie wohnte zunächst Am Galgenberg. Später baute sie sich ein Haus in Weiden-Ost.
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