Hans-Scholl-Realschule ist erste deutsche Schachschule
Schach unter Dach und Fach

Grenzenlose Schachbegeisterung in der Hans-Scholl-Realschule: Sogar die Kuchen der "Deutschen Schachschule" waren im typischen Karomuster gehalten. Ganz zur Freude von Maria Kinzinger, Dr. Dieter Braun, Dr. Michael Meier, Alois Schinabeck, Martin Blodig, Johannes Paar und seinen Schülern (von rechts). Bild: Schönberger

Die erste Realschule bundesweit mit dem Titel "Deutsche Schachschule" ist in Weiden: Die Hans-Scholl-Realschule erhielt am Montag das Qualitätssiegel.

"Du Pascal, wie wird man eigentlich deutsche Schachschule?", fragte Tobias Zapf, Zehntklässler der Hans-Scholl-Realschule, zu Beginn der Verleihung seinen Mitschüler. Da gibt es viele Vorschriften. Räumlichkeiten, Material, Turniere, soziales Engagement, strukturelle Einbindung - all das muss passen, um von der Deutschen Schachjugend das offizielle Siegel zu erhalten, wusste Pascal. Und genau das alles war bei der Hans-Scholl-Realschule der Fall.

"Die Auszeichnung ist ein verdienter Lohn für die Anstrengungen, mit denen die Schule andere Schachmatt gesetzt hat", erklärte Stadtrat Alois Schinabeck. "Wir sind stolz auf diese Leistung", betonte er in Vertretung von OB Kurt Seggewiß.

Attraktive Schule


Auch Ministerialbeauftragte Maria Kinzinger schloss sich den Glückwünschen des Stadtrates an: "Mit dem Siegel bleiben Sie eine lebendige und attraktive Schule."

Schulleiter Dr. Michael Meier dankte Lehrer Johannes Paar und seinen Kollegen für ihr Engagement in Sachen Schach. "Wir würden diese Auszeichnung zu 300 000 Prozent nicht bekommen, wenn Sie nicht an der Schule wären", betonte er gegenüber Paar. Dieser gab das Lob an seine Kollegen Paul Durst und Frank Jesse weiter. Martin Blodig von der Deutschen Schachjugend übernahm die Übergabe des Qualitätssiegels. "Ich freue mich immer, wenn Schulen oder Vereine aktiv sind", sagte er. Die "Hans-Scholl" sei vorerst bis 2019 als "Deutsche Schachschule" zertifiziert.

Für ein gelungenes Rahmenprogramm sorgte das Simultanspiel von Florian Ott, Deutscher U18-Meister im Schach, und Andreas Rupprecht, einziger einheimischer Oberpfälzer mit dem Titel "Internationaler Meister", gegen 40 Schachbegeisterte. Das Ergebnis: 39:1 für die beiden Meister. Robert Geiger von den Schachfreunden Luhe-Wildenau konnte sich als einziger gegen Ott durchsetzen. Für einen weiteren Höhepunkt sorgte der Achtklässler Fabian Birkmüller. Er zeigte sein Können bei einer Zauberwürfeleinlage. Christof Lindner aus der 6 g wagte sich erfolgreich an den "Rösselsprung". Einem Gedächtniskunststück, das es bereits bei "Wetten, dass" zu sehen gab.
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