Hauptversammlung der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit
Tolerant und menschlich

Gründungsmitglied Fred Lehner (hinten, rechts) freute sich, dass der engagierte und eingespielte Vorstand der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit mit Schwung weitermacht. Im Bild: (sitzend, von links) Monika Ilg, Helga Herzer, Pfarrer Alfons Forster, Constanze Schöner, (stehend, von links) Franz Häring, Wolf-Rüdiger Franz, Otmar Singer und Werner Friedmann. Bild: le

Die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit (GCJZ) hat es sich seit ihrer Gründung vor 28 Jahren zur Aufgabe gemacht, Menschen zusammenzuführen, um voneinander zu lernen und sich besser zu verstehen. Toleranz und Gemeinsinn stehen dabei im Mittelpunkt.

Dass dieser Aufgabenbereich mit viel persönlichem Engagement umgesetzt wird, zeigte die Jahreshauptversammlung am Dienstag im Café Mitte. Schriftführerin Constanze Schöner informierte über zwei Rundbriefe 2015. Viel Freude bereitete eine Veranstaltung mit Pfarrer Alfons Forster und Mitglied Manfred Hartung zum Thema "Der religiöse Witz". Constanze Schöner stellte das Buch "Bonhoeffer, Pastor Agent Märtyrer und Prophet " von Eric Metaxas vor. Monika Ilg referierte in der Volkshochschule Tirschenreuth über die jüdischen Speisegesetze.

Brüderliche Woche


Eine zentrale Veranstaltung war wieder die Feier zur "Woche der Brüderlichkeit" in der Flosser Synagoge. Franz Häring, profunder Israel-Kenner, befasste sich mit dem Gaza-Konflikt. Das traditionelle Sommerfest in Michldorf kam wieder glänzend an.

Vorstandsmitglieder haben an einer Studienfahrt nach Sulzbach teilgenommen. Mit 500 Euro unterstützte die GCJZ einen zweitägigen Klezmer- Workshop am Gymnasium Neustadt.

Zu den Eckpfeilern gehört auch das Gedenken an die Pogromnacht l938. In der Konrad-Adenauer-Anlage kommen an jedem 9. November die Menschen zusammen. German Djanatliev aus Nürnberg hielt im November einen Vortrag über "Chanukka " (Lichterfest), Monika Ilg widmete sich in der Landshuter Pfarrei St. Wolfgang demselben Thema. Pfarrer Alfons Forster dankte einem treuen Kreis für die Mitarbeit und kündigte wichtige Termine an, unter anderem die "Woche der Brüderlichkeit" am Sonntag, 10. April, um 15 Uhr in der Flosser Synagoge.

Professor Dr. Michael Brenner stellt am Samstag, 16. April, um 20 Uhr in der Buchhandlung Stangl sein neues Buch vor: "Israel - Traum und Wirklichkeit des jüdischen Staates. Von Theodor Herzl bis heute". Am 29. Mai um 14.30 Uhr hält German Djanatliev in den Räumen der jüdischen Gemeinde einen Vortrag und für den 7. August ist eine Fahrt nach Nürnberg geplant.

Abgerundet wurde die Jahreshauptversammlung mit einer Spendenübergabe an Veit Wagner zur Verwendung für den Arbeitskreis und das Netzwerk Asyl. 200 Euro hatte Kassier Häring ins Kuvert gesteckt. Wagner hatte zuvor über das Thema Flucht und Asyl aus Weidener Sicht berichtet. Das Geld wird für die Anschaffung einer dringend benötigten Unterrichtstafel verwendet. (Hintergrund)

Das ist der VorstandGründungsmitglied Fred Lehner leitete die Neuwahlen. Alle Vorstandsmitglieder wurden einmütig bestätigt: Werner Friedmann (Jüdischer Vorsitzender), Pfarrer Alfons Forster (erster katholischer Vorsitzender), Monika Ilg (zweite katholische Vorsitzende, Kulturbeauftragte), Pfarrer Peter Peischl (erster evangelischer Vorsitzender), Wolf-Rüdiger Franz (zweiter evangelischer Vorsitzender), Constanze Schöner (Schriftführerin), Franz Häring (Kassier), Helga Herzer und Otmar Singer (Kassenprüfer und Beisitzer). (le)
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