Helfer häufig Zielscheiben von Attacken
Angriff auf Rettungssanitäter und Polizeibeamte

Symbolbild: dpa

Eine 48-jährige Weidenerin wollte sich am Sonntagabend aufgrund psychischer Probleme "auf eigenen Wunsch hin" in eine Fachklinik einweisen lassen, wie die Polizeiinspektion Weiden mitteilte. Vor dem Transport wurde die Frau im Weidener Klinikum medizinisch untersucht. Dort griff sie einen Rettungssanitäter an.

Die Weidenerin schlug mit den Fäusten mehrfach auf den 32-jährigen Helfer ein. Dabei traf die 48-Jährige den Mann zweimal am Oberarm. "Die Frau konnte unter Kontrolle gebracht werden und wurde anschließend durch die Polizei gegen ihren Willen in einer entsprechenden Fachklinik vorläufig untergebracht", informierte die Polizei. Der Sanitäter wurde durch die Schläge nicht verletzt. Die Polizei Weiden ermittelt nun wegen Körperverletzung.

Ebenfalls am Sonntagabend sollte ein 21-jähriger Weidener von der Polizei in eine Fachklinik gebracht werden. Der junge Mann hatte zuvor seine Wohnung demoliert und drohte damit, sich das Leben zu nehmen. Nach einer Erstversorgung im Klinikum Weiden wollte ihn eine Streifenbesatzung in die Fachklinik bringen. Der Mann wehrte sich jedoch dagegen. "Durch die Widerstandshandlung wurde keiner der eingesetzten Beamten verletzt", informierte die Polizei. Gegen den Mann wird nun wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt.

Immer wieder werden Helfer Zielscheibe von Angriffen. "Alleine im letzten Kalenderjahr wurden in insgesamt 30 Fällen Polizeibeamte in Ausübung ihrer Pflicht in Weiden angegriffen, glücklicherweise nur in einem Fall ein Beamter leicht verletzt", informierte Tobias Mattes von der Polizeiinspektion Weiden. Bayernweit seien im Jahr 2014 1.900 Polizisten im Dienst tätlich angegriffen worden.

Laut einer Pressemitteilung des Bayerischen Roten Kreuzes vom Januar 2016 seien bayernweit im Jahr 2015 rund 180 Sanitäter Opfer von körperlicher Gewalt geworden, wobei von einer hohen Dunkelziffer ausgegangen werde.
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