Herbsttagung der Dekanatssynode
Den Glauben lebendig erhalten

Das neue Logo des Dekanatsbezirks zeigt hier die Präsidentin der Dekanatssynode, Käthe Pühl. Mit ihr freuen sich (von links) Dekan Wenrich Slenczka, Vizepräsident Jürgen Pohl und Schriftführer Herbert Steinbeck. Bild: sbü

Glaubensinhalte müssen heutzutage auf vielfältige Art vermittelt werden. Im Evangelisch-Lutherischen Dekanat Weiden spielen dabei auch Flüchtlinge eine Rolle. Herz zeigt es auch im neuen Logo.

Es bewegt sich viel im Evangelisch-Lutherischen Dekanat Weiden. Auf der Herbsttagung der Dekanatssynode erfuhren das die Synodalen aus den einzelnen Kirchengemeinden. Zunächst jedoch war Standortbestimmung angesagt. Im Dekanatsbericht gab Dekan Dr. Wenrich Slenczka einen ausführlichen Überblick über wichtige aktuelle Entwicklungen. "Der Glaube ist in unserem Dekanatsbezirk lebendig und belebt die Gemeinden", stellte er fest. Trotz aller Säkularisierung dürfte man dankbar feststellen, "dass wir hier ein kostbares Gut haben, das wir pflegen und genießen dürfen".

Ausführlich behandelte Slenczka in seinem Bericht das Thema Flüchtlinge. Noch mehr als die einzelnen wichtigen Hilfsaktionen würdigte der Dekan "die Wirkung, welche die Ankunft der Flüchtlinge in einer Gemeinde hat". Die Belebung, die dabei spürbar gewesen sei, "können wir nur dankbar feststellen". Slenczka freute sich auch darüber, dass eines der ersten Worte, welche die Flüchtlinge in der Region lernen, das Wort "Diakonie" sei. Wöchentlich hält der Dekan einen Glaubenskurs für persisch-sprachige Flüchtlinge. Acht Taufen aus diesem Personenkreis habe er gehalten.

Dr. Slenczka berichtete ferner, dass es weiterhin Kirchenasyl in der Region gegeben habe. Ausdrücklich dankte er den Pfarrersfamilien, die Menschen bei sich zu Hause aufgenommen hatten. Durch das Kirchenasyl werde Zeit gewonnen und Ungerechtigkeit vermieden.

29 339 Gemeindemitglieder


Zu den besonderen Ereignissen des Kirchenjahrs im Dekanat zählte Slenczka die Landestagung für Kindergottesdienst sowie das Max-Reger-Jahr. Erfreut stellte er fest: "Fast die ganze Zeit über hatten wir auf allen Pfarrstellen Vollbesetzung". Und er fragte augenzwinkernd, "ob es dies seit Christi Geburt jemals gegeben hat". Andererseits bedauerte der Dekan: "Noch immer sinkt die Zahl der Kirchenmitglieder, und über die Hälfte des Rückgangs betrifft Austritte." Die den Synodalen ausgehändigte Statistik zeigt bei insgesamt 29 339 Gemeindemitgliedern im Dekanat 174 Austritte und 38 Eintritte im Jahr 2015. In diesem Zusammenhang verwies Slenczka auf das Projekt der Landeskirche "Profil und Konzentration". Dort werde überlegt, "was wir brauchen, um in den nächsten Jahren als Kirche in Bayern tätig und präsent zu sein".

Im Ausblick auf das kommende Reformationsjahr erinnerte der Dekan an den gedanklichen Kern der Reformation vor 500 Jahren. Und er sagte: "Was an menschlichen Zusätzen vom Evangelium weggeführt hat, sollte unterbleiben." Slenczka gab damit das Stichwort für Susanne Götte, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit im Dekanatsbezirk. Sie stellte den Synodalen das umfangreiche Veranstaltungsprogramm zum Luther-Jahr 2017 vor. Einzelne Veranstaltungen gibt es bereits in diesem Herbst.

"Reiches Erbe"


Ein weiterer Höhepunkt der Dekanatssynode folgte kurz vor dem Ende: Um ein "einheitliches stimmiges Erscheinungsbild" des Dekanatsbezirks zu erreichen, wurde mithilfe des Künstlers Axel T Schmidt das Logo "Reiches Erbe - Lebendiger Glaube" entwickelt. Laut Götte ist "ein Kunstwerk herausgekommen das regionale Bezüge und verbindende Elemente" zum Ausdruck bringe. Es zeigt in der Beschreibung von Schmidt "zwei schlanke Ovale in den Farben der Evangelischen Kirche und des Lebens, die ein Kreuz formen". Sie seien "senkrecht und waagrecht gesetzt" und "die Balken so gelegt, dass sie gleichzeitig zwei Herzen bilden".
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