Hilfsbereitschaft hält an
Flüchtlinge leben in drangvoller Enge

Die Unterbringung in Notunterkünften ist für die Flüchtlinge nicht einfach. Konflikte seien vorprogrammiert, da viele Personen unterschiedlicher Nationalitäten und Religionen auf engsten Raum leben müssen, berichtet Veit Wagner bei der SPD-Arbeitsgemeinschaft 60plus. "Und darum bleibt jede Hilfe wichtig."

Aktuell sind etwa 520 Flüchtlinge in Gemeinschaftsunterkünften und Wohnungen in Weiden untergebracht. Davon leben 200 in der Notunterkunft in der Mehrzweckhalle. Dazu kommen 80 unbegleitete Jugendliche, erläuterte Wagner. Die Zahl der Flüchtlinge werde weiter steigen. Die Stadt Weiden bekomme 4,4 Prozent der Oberpfälzer Flüchtlinge zugewiesen. "Egal wie viele noch kommen."

Aus diesem Grund informiere sich die SPD-Arbeitsgemeinschaft 60plus über die Flüchtlingssituation. Vorsitzende Ursula Kinner begrüßte im "Café Mitte" hierzu als Referent Veit Wagner. Dieser engagiert sich schon viele Jahre in der Flüchtlingsarbeit. Seit 30 Jahren ist er Mitglied beim Arbeitskreis Asyl und im neugegründeten "Netzwerk Asyl". Hier engagieren sich Ehrenamtliche, die sich für die Flüchtlinge einsetzen und deren Situation verbessern wollen.

Situation verbessern


Wagner stellte fest, dass die Hilfsbereitschaft und der Wunsch, sich persönlich zu einzubringen bei den Menschen in Weiden weiterhin groß sei. Die Flüchtlinge seien überwiegend in Gemeinschaftsunterkünften untergebracht. Nur wenige leben in dezentralen Unterkünften im Stadtgebiet. Deshalb sei es wichtig, dass viele kleine Dinge entwickelt werden, um ihre Situation zu verbessern. "So werden schulpflichtige Kinder vom Arbeitskreis-Asyl abgeholt und beschult. Geplant ist auch in Zusammenarbeit mit Studenten der OTH ein Deutschunterricht. In nächster Zeit kommen ehrenamtliche Juristen und klären die Flüchtlinge über geltendes deutsches Recht auf."

Fluchtursachen beseitigen


Alois Wolfram, Ehrenvorsitzender der SPD-AG 60plus, stellte fest, dass es nötig sei, die Fluchtursachen zu bekämpfen. Er forderte die Politik auf, den Fragen der Bevölkerung in der Flüchtlingspolitik offen gegenüber zu stehen, denn nach seiner Ansicht führe Desinformation zum Kippen der Stimmung. "Und damit steigt auch der politisch gefährliche Zulauf zu rechter Gesinnung." Wolfrum dankte Wagner für die sachliche Darstellung und forderte die Anwesenden auf, in der Öffentlichkeit Einfluss zu nehmen und somit die Flüchtlingsarbeit zu unterstützen. Ursula Kinner dankte Veit Wagner für seine sachliche Darstellung der Flüchtlingssituation in Weiden.

Bei einer spontanen Spendenaktion unter den anwesenden Genossen kamen 100 Euro für die Flüchtlingsarbeit zusammen, die am Ende der Veranstaltung an Veit Wagner überreicht werden konnten.
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