Höchstens 12 Minuten bis zum Unfall
Rettungswache Weiden-Süd soll westlichen und südlichen Landkreis Neustadt versorgen

BRK-Kreisverbandsvorsitzender Simon Wittmann und Landrat Andreas Meier als Zweckverbandsvorsitzender gaben "den Startschuss" für die neue "Rettungswache Weiden-Süd". Rettungsassistentin Julia Glaser und Rettungssanitäter Patrick Waldhier machten die erste Nachtschicht. Bilder: hcz (2)

Sie liegt in Ullersricht. Versorgen soll sie aber den westlichen und südlichen Landkreis Neustadt. Am Mittwoch hat die "Rettungswache Weiden-Süd" ihren Betrieb aufgenommen.

Acht hochqualifizierten Rettungsassistenten und -sanitätern gibt die neue Stelle Arbeit. Auf dem Gelände der Spedition Gollwitzer hat das Rote Kreuz in kurzer Zeit in Containerbauweise eine Rettungswache errichtet, die alle Ansprüche erfüllt. Zwei Schlaf-, zwei Umkleide-, ein Aufenthaltsraum, ein Büro, ein Desinfektionsraum, sanitäre Anlagen und eine große Garage stehen zur Verfügung. Sechs Rettungsassistenten und zwei Rettungssanitäter werden dort künftig für die Bürger Weidens und der Umgebung Dienst tun. Alfred Rast, der Geschäftsführer des Zweckverbands für Feuerwehralarmierung und Rettungsdienst, erläuterte, dass Standorte für Rettungswagen "nicht bei Krankenhäusern, sondern verkehrsgünstig" zu liegen hätten. Nach den gesetzlichen Vorgaben müsse jeder Unfallort innerhalb von zwölf Minuten erreicht werden. Mit der neuen Rettungswache werde der westliche und der südliche Landkreis Neustadt/WN versorgt.

BRK-Kreisverbandsvorsitzender Simon Wittmann erinnerte daran, dass "es um Menschenleben" gehe. Er lobte den "findigen BRK-Geschäftsführer" Franz Rath, dem es gelungen sei, das geeignete Grundstück zu finden. Landrat Andreas Meier würdigte die "bewährte Kooperation" von Zweckverband und Rotem Kreuz. Besonders wichtig sei auch die Nähe zur Autobahn, bemerkte er. Bürgermeister Jens Meyer sprach von "idealen Voraussetzungen, um in alle Himmelsrichtungen auszurücken". Die Stadt stehe immer "Seite an Seite" mit dem BRK, so Meyer. Bei dieser Gelegenheit sprach er den Rotkreuzlern Dank aus für die Unterstützung bei der Flüchtlingshilfe.

Tag der offenen Tür


Herbert Putzer, Chef der Integrierten Rettungsleitstelle, stellte fest, dass nun ein großes Gebiet schneller erreichbar sei. BRK-Rettungsdienstleiter Peter Lischker dankte allen, die bei den Vorarbeiten mitgeholfen hatten. Fritz Gollwitzer, der Chef der gleichnamigen, seit 1963 auf diesem Gelände ansässigen, Spedition, übergab namens der Firma einen Blumenstrauß. BRK-Direktor Franz Rath kündigte einen "Tag der offenen Tür" für die Bevölkerung an. Rettungsassistent Helmut Spachtholz versprach namens des Teams, dass man gute Arbeit leisten werde.
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