Im Alter von 82 Jahren verstorben - Requiem am Samstag in Unterauerbach
Pfarrei trauert um Josef Flor

Josef Flor starb am Mittwoch in seinem Haus in Nabburg. Bild: ga

Die Pfarrei Unterauerbach trägt seit Mittwochabend Trauer. Zu später Stunde machte die Nachricht die Runde, dass der frühere Seelsorger, Studiendirektor a. D. und Bischöflich Geistlicher Rat Josef Flor, in seinem Haus in Nabburg im Alter von 82 Jahren verstorben ist. Obwohl von Krankheiten geplagt, "hat mich die Nachricht von seinem Tod überrascht", sagte Pfarrgemeinderatssprecher Franz Grabinger auf NT-Nachfrage.

Jahrzehnte im Auerbachtal


Josef Flor und das Auerbachtal bildeten über Jahrzehnte hinweg eine unvergleichliche Einheit. Am 1. August 1961 kam der am 6. Juli 1933 in Schnaittenbach geborene Priester in die Nikolaus-Pfarrei und blieb - mehr als 47 Jahre. Doch auch als Ruhestandspfarrer ließ ihn "sein Unterauerbach" nicht los. Er sagte nicht Nein, wenn eine Messe zu lesen war.

"Mit 28 Jahren und 1000 Ideen" hieß es in der Laudatio des Nabburger Stadtpfarrers Hannes Lorenz zu Flors 80. Geburtstag 2013 kam er in den heutigen Ortsteil der Gemeinde Schwarzach. Angestoßen, angeschoben und umgesetzt hat er vieles, die Gründung der Blaskapelle Auerbachtal geht auf ihn zurück ebenso die Wiederbelebung der Theatertradition, die in die "Kleine Bühne Unterauerbach" mündete. Einen bleibenden Schatz hat er den Orten im Auerbachtal, aber auch der politischen Gemeinde mit der Chronik des Auerbachtales hinterlassen. Er war der Motor von Baumaßnahmen, wie etwa eines Kinderspielplatzes. Die Gemeinde Schwarzach machte Flor für seine Verdienste im kirchlichen und gesellschaftlichen Leben zum Ehrenbürger. Die Feuerwehr Unterauerbach sowie die Krieger- und Soldatenkameradschaft ernannten ihn zum Ehrenvorsitzenden. Die Marianische Männerkongregation verlieh ihm den Titel "Ehrenpräses".

Religionslehrer


Generationen von Schülern lernten Flor als Religionslehrer zunächst an der Berufsschule und von 1975 bis 1990 am Gymnasium Nabburg kennen. Obwohl er seine letzten Lebensjahre in Nabburg verbracht hat, ließ ihn Unterauerbach nicht los. Er feierte dort seinen 80. Geburtstag und die Auerbachtaler feierten ihn. So ist es nicht überraschend, dass er seine letzte Ruhestätte auch in Unterauerbach findet. Der Rosenkranz wird heute ab 19 Uhr und am Samstag ab 9.30 Uhr in der Pfarrkirche St. Nikolaus gebetet. Das Requiem morgen, 23. Januar, beginnt um 10 Uhr, anschließend Beerdigung auf dem Unterauerbach Friedhof.
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