Im Arbeitsagenturbezirk Weiden sind 150 Menschen weniger als im Oktober arbeitslos gemeldet
Quote sinkt auf 3,8 Prozent

Die Arbeitslosenquote im Bezirk der Weidener Arbeitsagentur ist erneut gesunken. Sie liegt bei 3,8 Prozent. 4423 Menschen waren im November arbeitslos gemeldet, 150 Personen weniger als im Oktober. Flüchtlinge tragen zum guten Gesamtergebnis bei: Sie konnten vermehrt eine Arbeit aufnehmen.

In der Stadt Weiden selbst sind 1410 Menschen arbeitslos gemeldet, 50 weniger als im Vormonat. Die Quote sank auf 6 Prozent. Thomas Würdinger, Vorsitzender der Geschäftsführung der Weidener Arbeitsagentur, spricht von einer "weiterhin guten Entwicklung am Arbeitsmarkt". Profitiert haben neben den gut qualifizierten Facharbeitern erfreulicher Weise auch überproportional viele Menschen mit Behinderung, ältere Erwerbslose und Langzeitarbeitslose. "Unsere Strategie bewährt sich." Auch zukünftig setze man darauf, gering qualifizierte, motivierte Arbeitssuchende weiterzubilden. Auch innovative Vermittlungsprojekte haben sich bewährt.

Die Arbeitslosenquote von Ausländern liegt bei 18,9 Prozent (770 Personen). Auf der Suche nach einer Stelle waren auch 325 Flüchtlinge, die meisten aus Syrien, dem Irak oder Iran, waren im November arbeitslos gemeldet. Die Agentur will sie mit Integrationsmaßnahmen zum Spracherwerb, Kompetenzfeststellung und Qualifizierungsmaßnahmen fit für den Arbeitsmarkt machen. Ein Netzwerk mit Partnern aus Politik, Wirtschaft und Kommunen unterstützt diese Maßnahmen. Würdinger rechnet damit, dass die Auswirkungen der Flucht auf die Statistik durch die zunehmend schnellere Bearbeitung von Asylanträgen in den nächsten zwei Monaten spürbarer wird. Er versichert zugleich, dass "der Fokus unserer Arbeit auch weiterhin auf dem Abbau der Arbeitslosigkeit von den Menschen liegt, die bereits länger in der Region leben".

Einen erneuten Anstieg bei den offenen Stellenangeboten meldete der Arbeitgeber-Service: Rund 1900 freie Stellen versprachen Arbeitssuchenden gute Chancen. "Insbesondere gut qualifizierte Fachkräfte profitieren von der Situation." Mit zirka 670 freien Stellen war die Suche nach Personal auch im Stadtgebiet ungebrochen hoch. "Allein über 100 Angebote wurden für Fahrzeug- und Transportgeräteführer offeriert", so Würdinger. "Berufskraftfahrer, Kranführer oder auch Altenpfleger und Fachkräfte in der Lagerwirtschaft werden händeringend gesucht."
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