Im Januar hob der BGH ein Urteil des Landgerichts Weiden auf - jetzt wurde neu verurteilt
Wieder fünf Jahre und zehn Monate für Drogenhändler

Im Januar hatte der Bundesgerichtshof ein Urteil des Weidener Landgerichts aufgehoben. Ein 35-jähriger Drogenhändler aus Franken war zu fünf Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt worden. Dem Urteil lag ein Verständigungsgespräch zugrunde, und eben dieser "Deal" war den Karlsruher Richtern zu wenig ausführlich protokolliert.

Diese Woche musste daher neu verhandelt werden. Diesmal vor einer anderen Strafkammer. Den Vorsitz hatte Landgerichtspräsident Walter Leupold. Das Gericht verhängte am Mittwoch ebenfalls fünf Jahre und zehn Monate wegen unerlaubter Einfuhr von Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge und Beihilfe zum Handeltreiben. Konkret hatte der Franke 148 Gramm Crystal vom "Dragon-Markt" in Cheb über Waldsassen ins Land gebracht und mit einer Mitangeklagten (30) vertickt.

Leupold machte keinen Hehl daraus, dass er sich für den Dealer gut und gern eine Haftstrafe von sieben Jahren hätte vorstellen können. Aber im Fall der erfolgreichen Revision eines Angeklagten gilt ein Verschlechterungsverbot.
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