Immer zusammengehalten
Hablas feiern diamantene Hochzeit

60 Jahre gemeinsam durch alle Höhen und Tiefen: Nathalie und Rudi F. Habla feiern morgen im AWO-Seniorenheim mit ihren Kindern und Enkeln die diamantene Hochzeit. Bild: hfz
Eine heimtückische Krankheit fesselt ihn seit nunmehr neun Jahren an den Rollstuhl. Dennoch versucht Rudolf F. Habla , sich "nicht unterkriegen" zu lassen. Viel reden will der 85-Jährige nicht mehr. Aber ein Kreuzworträtsel darf es zwischendurch doch noch sein. Seit gut einem Jahr wohnt nun auch seine Frau Nathalie (80) im AWO-Seniorenheim Hans Bauer. Gemeinsam feiern sie dort im Kreise der Familie am 21. April ihre diamantene Hochzeit.

Das Habla-Haus am Hammerweg, Ort vieler zünftiger Weinfeste, ist verkauft. Der Lebensmittelpunkt des Paares verlagert sich ins Lerchenfeld. Kennengelernt hat es sich 1946 im Flüchtlingslager "Am Schützenhaus". Rudi F. Habla kam aus Karlsbad, seine Frau aus Polen. Zu Beginn der 50er Jahre siedelten beide mit ihren Familien in das Neubaugebiet "Am Stockenhut" über. Nach der Hochzeit im Jahr 1956 wurde dort eine gemeinsame Wohnung bezogen. 1958 kam Tochter Sigrid und 1961 Sohn Jürgen zur Welt. Im Jahr 1972 ließ sich die Familie im neu gebauten Eigenheim in der Kneippstraße nieder.

Habla, der sich immer als Arbeiter der SPD verstand, machte Karriere: 25 Jahre lang diente er dem SPD-Unterbezirk als Geschäftsführer und 30 Jahre lang den Weidenern als Stadtrat. Seine Sprüch' und Witze nahmen mancher (Politiker-)Runde den Bierernst, sein hintergründiger Humor brachte einen Schuss Farbe in den Alltag. Er war eine unverwechselbare Persönlichkeit im Stadtrat.

Nach langen Jahren der Berufstätigkeit war das schon immer reiselustige Paar viel unterwegs und genoss den verdienten Ruhestand - bis die Krankheit zuschlug.
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