In der Alten Hauptpost eröffnet am Freitag Weidenes erstes "Live Escape Game"
Schaurig-schöne Schnitzeljagd im "Fluchthaus"

Auf diesen Bildschirmen haben Ufuk Solak und Mustafa Uslu die Kandidaten immer im Blick. Per Funk können sie Kontakt aufnehmen. Freunde und Nachbarn mussten in den letzten Wochen zum Probelauf ran. Bilder: Götz (3)

Das Ehrenwort, kein einziges Rätsel zu verraten, wird nicht gebrochen. Und mal ehrlich: Wer in den Katakomben der alten Post ein Ehrenwort gibt, der bricht das nicht. Da unten, metertief unter der Erde, bei Schummerlicht, spooky Musik und in Sichtweite einer blutigen ...

Nein. Wir sagen nichts. Nur so viel: Das "Fluchthaus" ist eröffnet. Weidens erstes "Adventure Game" begrüßt am Freitag seine ersten Kunden. Es handelt sich nach Auskunft der Betreiber Ufuk Solak und Mustafa Uslu sogar um Deutschlands größtes "Live Escape House". Und sie haben höchstwahrscheinlich sogar richtig recherchiert: Derzeit können sie sich auf fast 300 unterirdischen Quadratmetern ausbreiten, die sie von Besitzer Yusuf Kabakulak angemietet haben. Das Spiel führt durch viele Räume des verwinkelten Kellers. Wie viele? Geheimnis.

Es ist kein Horrortrip, auf den sich die Besucher begeben. Eher eine schaurige schöne Schnitzeljagd mit kniffligen Knobelaufgaben und ein paar "Special Effects". Eine Gaudi für Junggesellenabschiede, für Abschlussklassen (ab 16 Jahre) oder Firmenausflüge. Titel des ersten "Games", das sich der Vohenstraußer Solak und der Weidener Uslu ausgedacht haben: "Der verschollene Hausmeister". Die Story: "Seitdem das Postamt vor Jahrzehnten geschlossen wurde, ist der Hausmeister auf mysteriöse Weise spurlos verschwunden. Durchsucht im Keller seine Wohnung und findet sein Geheimnis heraus."

Solak und Uslu haben fünf Probe-Teams durch ihren Keller geschickt, um zu sehen, ob sie am Ende heil wieder herauskamen. Unter anderem mussten die Nachbarn von "City-Mail" als Testpersonen ran. "Die Leute hatten viel Spaß. Und wir am Schaltpult auch."

Mit Überwachungskameras haben die "Game-Master" ihre Kandidaten jederzeit im Blick. Diese haben 60 Minuten, um von Zimmer zu Zimmer zu gelangen. Drei Mal dürfen sie per Funk Tipps anfordern. Bisher konnte übrigens noch kein einziges Team das Spiel innerhalb einer Stunde knacken. Der Spaß hat seinen Preis: zwischen 17 Euro pro Person (bei einer 6-Personen-Gruppe) bis maximal 35 Euro (bei 2 Teilnehmern). Bei entsprechender Nachfrage können sich die beiden vorstellen, in bisher ungenutzten Kellerräumen ein Rätsel-Spiel für Familien mit Kindern einzurichten. "Platz haben wir hier unten ja", sagt Uslu.

Weitere Informationen:

www.fluchthaus.de
www.escape-game.org
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