In sechs Jahren schon 301 Tiere bestattet
Im Tierfriedhof zieht Ruhe ein

Sie führen für zwei Jahre den Tierfriedhof-Förderverein. Josef Gebhardt (Mitte), die stellvertretenden Vorsitzenden Rudi Pieleck (links daneben) und Kerstin Schwarz (rechts daneben), sowie die weiteren Vorstandsmitglieder und Beisitzer. Bild: hcz

Das verwilderte und vermüllte Areal hat der Förderverein in den vergangenen sechs Jahren in eine Oase der Ruhe verwandelt. 301 Tiere sind dort bereits bestattet worden. Auch Beerdigungen in der Blumenwiese nehmen zu.

"Stolz kann die Stadt Weiden auf ihren Tierfriedhof sein", stellte Stadtrat Alois Schinabeck bei der Jahreshauptversammlung des Tierfriedhof-Fördervereins im "Schützenhaus" fest. Die Stadt habe damals das Grundstück - "wenn auch nicht umsonst" - zur Verfügung gestellt, und der Förderverein habe das verwilderte und vermüllte Areal in eine "herrliche Oase der Ruhe" verwandelt.

Aus den 40 Mitgliedern bei der Gründung seien mittlerweile 216 geworden, berichtete Vorsitzender Josef Gebhardt, 6 mehr als vor einem Jahr. Im letzten Jahr habe es 64 Tierbestattungen gegeben. Insgesamt hätten 301 Tiere auf dem Friedhof ihre letzte Ruhe gefunden. Zuletzt sei eine Zunahme der Beerdigungen in der Blumenwiese zu beobachten. Der Grund dafür seien günstigere Gebühren und der Wegfall von Grabpflege. Für die ersten Gräber stehe die Verlängerung oder Auflassung an. Gebhardt schreibt alle Grabbesitzer diesbezüglich an.

Überhaupt besitzt der Vorsitzende umfangreichste Dokumentation über alle Vorgänge, was ihm auch die Veterinärin bei der Stadt bescheinigte. Jedes beerdigte Tier ist mit Bild, Grabnummer und Daten des Besitzers in seiner Kartei gespeichert. Unter "Tierfriedhof-Weiden" kann man sich die Bilder im Internet ansehen.

Besonders dankte Stadtrat Gebhardt allen, die bei der laufenden Pflege oder dem Bau des Häuschens Hand anlegen. Das Tierfriedhof-Haus, das zur Aufbewahrung von Geräten sowie einer Kühltruhe für Tiere, die nicht sofort beerdigt werden können, dient, war auch der größte Einzelposten bei den bisherigen Ausgaben. Schatzmeisterin Britt Kossack legte die angefallenen Kosten offen.

Seit der Gründung seien knapp 31 000 Euro an Baumaterial - inclusive 40 Lastwagen Erde - verbraucht worden. 13 000 Euro davon habe man für das Häuschen ausgegeben. Geschafft habe man dies dank der Mitgliedsbeiträge, der Einnahmen aus Tierbestattungen sowie gespendeter Gelder und Materialien.

Die Neuwahlen verliefen unter der Leitung der Stadträte Schinabeck und Hans Forster sowie Helga Gebhardt einträchtig. Stadtrat Gebhardt wurde als Vorsitzender einstimmig wiedergewählt. Seine Vertreter sind Rudi Pieleck und Kerstin Schwarz. Britt Kossack und Romina Fiala sind weiterhin für Finanzen und Schriftführung zuständig. Die Kasse prüfen, wie bisher, Gerti Ahne und Max Leberkern. Änderungen gab es lediglich bei den Beisitzern. Diese sind künftig: Rene Berger, Renate Konrad, Bernhard Czichon, Margareta Czichon, Horst Fuchs, Mariele Junak, Waldemar Reil, Torsten Schwarz, Karin Stauber und Doris Wiederer.
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