In Weiden beginnt am Dienstag für 351 Abc-Schützen die Schule
Erstklassige Schülerzahlen

"Der Unterricht in jahrgangsübergreifenden Klassen soll nicht nach Alter erfolgen, sondern nach Kompetenz des Kindes. Jedem Kind das Seine, nicht jedem Kind dasselbe." Zitat: Christine Söllner, Schulamtsdirektorin

Wow! Die Zahl der Erstklässler an der Rehbühlschule schnellt von 40 im Vorjahr auf 72 hoch. Schulamtsdirektorin Christine Söllner begründet dies mit einem geburtenstarken Jahrgang und dem Zuzug. Insgesamt steigt die Zahl der Abc-Schützen in Weiden von 320 auf 351.

Die Rehbühlschule kehrt daher nach einem Jahr wieder zurück zu jahrgangsreinen ersten Klassen. Die Kombi 1/2 wird aufgelöst. Die drei Klassen leiten Ingeborg Böhm, Margit Gollwitzer und Silke Sticht. Unter den 72 Abc-Schützen sind nach Auskunft von Christine Söllner auch "ein paar Asylbewerberkinder". Seit 2000 lagen die Schulanfängerzahlen am Rehbühl bei durchschnittlich unter 60 Kindern.

In der Nachbarschule, der Hans-Schelter-Schule in Weiden-West, läuft es genau anders herum. Obwohl auch hier mit 41 Schulanfängern mehr als im Vorjahr (37) beginnen, wird das Kombi-Modell neu eingeführt. Und zwar jahrgangsübergreifend: Es starten drei Klassen 1/2 unter Führung von Christine Heil, Petra Wendler-Höfer und Diana Dippel.

Den Schulen werden dafür im Freistaat zwei bis fünf Zusatzstunden genehmigt. Der Durchschnitt im Schulamtsbezirk liegt laut Christine Söllner bei 2,5 Stunden pro Woche. Die Hans-Schelter-Schule sei mit Zusatzstunden über dem Durchschnitt "gut bedient". Eine genaue Zahl wollte die Schulamtsdirektorin nicht nennen. In Kombiklassen ist es also im Durchschnitt in 2,5 Schulstunden pro Woche möglich, die Klasse zu teilen oder eine zweite Lehrkraft mit in die Klasse zu nehmen. Christine Söllner favorisiert Letzteres: "Der Unterricht soll nicht nach Alter erfolgen, sondern nach Kompetenz des Kindes. Jedem Kind das Seine, nicht jedem Kind dasselbe."

Kombi gibt es nach einigen Jahren Pause auch an der Hans-Sauer-Schule in Rothenstadt wieder. Dort werden die 61 Schulanfänger (Vorjahr 60) auf die zwei reinen ersten Klassen 1 a (Leitung Doris Wagner, 28 Kinder), 1 b (Petra Würschinger, 23) sowie auf eine 1/2 mit 10 Abc-Schützen eingeteilt. Die Kombiklasse leitet Denise Leonhard.

An der Albert-Schweitzer-Schule gibt es keine Überraschungen. Auch, weil die Schule sich bereits vor vier Jahren freiwillig dem Modellversuch "Flexible Grundschule" angeschlossen hat. "Wir bleiben aus Überzeugung bei diesem Modell", sagt Rektorin Evelyn Dineiger. Hier starten wieder fünf FleGs-Klassen mit 110 Schülern, davon 48 Abc-Schützen (Vorjahr 49). Die Leitung übernehmen Evi Biller, Karl Balk, Elisabeth Kneidl, Dr. Bernd Schuch und Konrektorin Martina Werner.

FleGs: Diese Entscheidung hat 2014 auch die Clausnitzerschule für sich gefällt. Auch sie hat eine flexible Eingangsstufe, die in ein bis drei Jahren durchlaufen werden kann. 31 Abc-Schützen werden eingeschult (Vorjahr 30). Die Klassleitung bleibt in den Händen von Renate Owald, Diana Renner und Elke Beer.

Exakt gleich viele Schulanfänger wie im Vorjahr, nämlich 39, rücken am Dienstag in der Gerhardingerschule an. Hier werden zwei erste Klassen gebildet, eine davon ganztags. Die Leitung haben Jutta Kreitinger und Kerstin Schärl.

Wie im Vorjahr bleibt es an der Stötznerschule bei acht Abc-Schützen, die von Regina Arnold unterrichtet werden. Schultüten dürften an der Förderschule am Dienstag auch einige Lehrer bekommen: Rektor Reinhard Kausler begrüßt einige neue Kollegen, weil sich etliche Lehrer in Pension verabschiedet haben.

An der Montessori-Schule in Neunkirchen starten zwölf Kinder ihre Schullaufbahn, informiert Betriebsleiterin Gerda Högl-Siegler.

Der Unterricht in jahrgangsübergreifenden Klassen soll nicht nach Alter erfolgen, sondern nach Kompetenz des Kindes. Jedem Kind das Seine, nicht jedem Kind dasselbe.Christine Söllner, Schulamtsdirektorin
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