Industrie- und Handelskammer sieht viele Chancen in Ausbildungsberufen
Karriere mit Lehre

"Nutzen Sie Ihre Chance": Birgit Trummer und Florian Rieder von der IHK betonen die Gleichwertigkeit von Hochschule und dualer Berufsausbildung. Bild: otj
 
Anita Kersten. Bild: Wilck

Immer mehr junge Menschen suchen den Zugang zum Arbeitsmarkt über die Hochschule. Viele Betriebe benötigen gleichzeitig händeringend Auszubildende. "Dabei können junge Menschen auch in einem Ausbildungsberuf Karriere machen", betont Florian Rieder, Leiter der Geschäftsstelle der IHK in Weiden.

Er wolle keinesfalls die beiden Bildungswege gegeneinander ausspielen, sondern vielmehr über die Möglichkeiten der dualen Berufsausbildung informieren, Schüler beraten und schon in der Berufsfindungsphase mit Unternehmen vernetzen. Rieder: "Da ist die Ausbildungsmesse der Agentur für Arbeit ein wichtiger Teilaspekt. Daran beteiligen wir uns seit zehn Jahren."

Umgekehrte Vorzeichen


Verantwortlich für die Organisation ist vonseiten der IHK Birgit Trummer. Sie ist begeistert von dem Zuspruch, den die Messe erlebt. "Wir verzeichnen steigende Besucherzahlen und haben sogar noch einmal die Standflächen verkleinert, damit sich möglichst viele Betriebe präsentieren können."

Ein voller Erfolg also - seit zehn Jahren. Allerdings hätten sich die Vorzeichen seit zwei bis drei Jahren verändert. "Früher waren es mehr Schüler als Ausbildungsstellen. Heute suchen die Unternehmen in manchen Branchen händeringend nach Nachwuchs. Zum Beispiel im Metallbereich, Elektroniker, Mechatroniker oder dem IT-Bereich", ergänzt Rieder. Um junge Fachkräfte in der Region zu behalten, lässt sich die IHK neben der Beteiligung an der Messe eine Menge einfallen. "Das ist auch nötig. Der demografische Faktor wird sich in den nächsten Jahren deutlich bemerkbar machen", glaubt Rieder.

Viele gute Möglichkeiten


Birgit Trummer bricht etwa mit der Initiative "Karriere mit Lehre" eine Lanze für die Ausbildung im Betrieb und in der Berufsschule. Heute hätten die jungen Menschen viele gute Möglichkeiten, sich in kleinen und mittelständischen Unternehmen erfolgreich weiterzuentwickeln - auch finanziell.


Und was wenige wissen: In Bayern erhält ein Meister die allgemeine Hochschulreife."

Ein weiterer Weg, den die IHK geht, um Berufsaspiranten möglichst früh zu erreichen, seien die sogenannten Ausbildungs-Scouts aus Partnerbetrieben, die in die Schulen gehen, um dort von den eigenen Erfahrungen zu berichten. "Das ist Information auf Augenhöhe", unterstreicht Trummer.

Image verbessern


Das Image der Region sei ebenso von Bedeutung, wenn man Menschen vor Ort behalten wolle. Die nördliche Oberpfalz werde dabei oftmals falsch eingeschätzt. Viele Menschen würden die Region noch mit Porzellan und Glas in Verbindung bringen. Dabei hätten sich zahlreiche andere Branchen entwickelt.

Rieder betont aber gleichzeitig, dass man auch niemanden in der Gegend festbinden wolle. "Wir sagen den jungen Leuten durchaus: Geht raus. Schaut Euch die Welt an - aber kommt wieder."

Die Flüchtlinge, die in die Oberpfalz kommen, sind nach Ansicht des IHK-Geschäftsstellenleiters nur eine Teillösung des demografischen Problems. Mit ihnen könne das Defizit an Auszubildenden nicht kurzfristig kompensiert werden.

Unsicherer Status


Zum einen sei der Aufenthaltsstatus vieler Flüchtlinge unsicher. Außerdem müssten einer Integration in den Arbeitsmarkt Bildungsmaßnahmen vorausgehen. (otj)

Infos rund um die Ausbildung

Berater der Industrie- und Handelskammer unterstützen bei Berufswahl

Bei Fragen rund um die Ausbildung helfen die IHK-Ausbildungsberater:

Kaufmännische Berufe

- Alla Zerr (Banken, Dienstleistungen, Industrie, Gastronomie) Telefon 0941 5694-321 E-Mail zerr@regensburg.ihk.de

- Karl-Heinz Lex (Handel, Speditionsgewerbe, Versicherungen) Telefon 0941/5694-239 E-Mail lex@regensburg.ihk.de

Technische Berufe

- Ute Schwarz (Elektro-, Glas- und Keramikindustrie, Konstruktionsberufe, IT-Berufe, Mechatroniker) Telefon 0941/5694-219 E-Mail schwarz@regensburg.ihk.de

- Albert Meßmann (Metallberufe, grafisches Gewerbe und alle weiteren technischen Berufe ) Telefon 0941/5694-251 E-Mail messmann@regensburg.ihk.de

Die IHK-Bildungs- und Qualifizierungsberatung unterstützt Unternehmen und Privatpersonen unabhängig und Träger-neutral in Fragen zur beruflichen Weiterbildung:

- Birgit Trummer Telefon 0941/5694-320 E-Mail trummer@regensburg.ihk.de

Die IHK unterstützt auch Jugendliche, Eltern, Schulen und Lehrer bei der Berufswahl und -orientierung:

- Tatjana Schmeißl Telefon 0941/5694-329 E-Mail: schmeissl@regensburg.ihk.de


Berufsberater

Name: Anita Kersten

Telefon:

0800/455 5500

E-Mail: Weiden.151- U25@arbeitsagentur.de

zuständig für : Josef-Faltenbacher-Mittelschule Pirk, Zottbachtal-Mittelschule Pleystein und Mittelschule Floß.

Name: Richard Zentner

Telefon:

0800/455 5500

E-Mail: Weiden.151-U25@arbeitsagentur.de

zuständig für : Realschule, Mittelschule (beide Kemnath), Mittelschule, Berufliches Schulzentrum (beide Wiesau).

Name: Bernhard Bacher

Telefon: 0800/455 5500

E-Mail: Weiden.151- U25@arbeitsagentur.de

zuständig für: Max-Reger-Mittelschule, Pestalozzi-Mittelschule (beide Weiden), Johann-Andreas-Schmeller-Mittelschule Tirschenreuth.
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