Informatiker hält „Sprechstunde“ bei Volkshochschule
Der Computer-Doc

Wo hakt's? Informatiker Stefan Eichenseher mit "Patient". Bild: uz

Meistens reicht ein Schraubenschlüssel allein nicht aus, um das Problem zu lösen. Die Defekte im Computer sind oft winzig klein. Oft werden sie durch Viren ausgelöst. Deshalb rät Stefan Eichenseher zu einer regelmäßigen Aktualisierung der Softwareprogramme. Virenscanner allein seien inzwischen überfordert.

Am Samstag eröffnete der Netzwerk-Informatiker an der Volkshochschule seine erste "Sprechstunde", die er künftig jeden ersten Samstag im Monat von 9 bis 16 Uhr fortsetzen möchte. Wer Eichensehers Leistungen in Anspruch nehmen will, zahlt fünf Euro für die ersten 15 Minuten. Jede weitere Viertelstunde kostet dann 15 Euro. Der gelernte Fachinformatiker gibt auch gerne Auskunft darüber, welcher VHS-Computerkurs für welches Interesse der richtige ist.

"Es gibt kein Problem, das nicht gelöst werden kann", sagt Eichenseher. Es gehe in seiner Sprechstunde nicht allein ums Reparieren, es solle auch eine Beratungsleistung sein. Etwa beim Neukauf. "Ein Klassiker beim Kaputtgehen ist die Festplatte. Da lässt sich hinterher auch nicht mehr viel machen." Viele Leute hätten auch Schadsoftware auf ihren Geräten "und wissen das oft gar nicht".

Besonders beängstigend sei dies beim Onlinebanking. Es gebe ein paar Regeln, die man unbedingt beachten müsse: "Verraten Sie nie Ihre Passwörter. Die gehen auch Ihren Banker nichts an." Und: "Achten Sie beim Onlinebanking auf eine https-Verbindung - grüner Balken in der Browser-Zeile." Und: "Benutzen Sie unbedingt den Abmelde- Button ihrer Bank." Eine nicht korrekt geschlossene Sitzung könne leicht manipuliert werden.

Ferner sollte beachtet werden, dass kein seriöser Online-Dienst per Mail zum Ändern der Nutzungsdaten auffordere. "Rechnungen werden niemals als Word oder Excel-Dateien versandt." Und folgende Dateien sollten bei zweifelhafter Herkunft gemieden werden: xls, xlsx, doc, docx, zip, rar und pdf. "Beobachten Sie aufmerksam das Verhalten Ihres Computers. Versteckte Hintergrunddienste verlangsamen den Computer merklich." Softwarefehler seien oft das geeignete Einfallstor für Schadsoftware. "Halten Sie jedes Softwareprogramm aktuell. Nur so werden Lücken sicher geschlossen."

Außerdem riet der Experte zur regelmäßigen Datensicherung. "Am besten einmal pro Woche." Und zu den Passwörtern: "Verwenden Sie keines, das im Duden steht, die können leicht entschlüsselt werden." Und: "Benutzen Sie niemals das gleiche für mehrere Zugänge."

Benutzen Sie niemals das gleiche Passwort für mehrere Zugänge.Stefan Eichenseher
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