Initiative "Pro Ausbildung" will die Chancen Jugendlicher auf passende Ausbildung verbessern
Traum von Traumjob verwirklichen

Die Initiative "Pro Ausbildung" will Jugendliche dabei unterstützen, ihren Traumjob zu finden. Bild: dpa

Die Situation am Ausbildungsmarkt hat sich grundlegend geändert: Vor ein paar Jahren noch waren junge Menschen händeringend auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz, mittlerweile gibt es viele unbesetzte Lehrstellen. Trotz dieses Wandels können sich die Vertreter der vor neun Jahren gegründeten Initiative "Pro Ausbildung" nicht über mangelnde Arbeit beschweren.

Mit zahlreichen Maßnahmen unterstützt der Zusammenschluss die Fachkräfte von morgen und bemüht sich so, den Nachwuchs in der Region zu halten. Zudem will man die Chancen der Jugendlichen verbessern, deren Traum vom Traumjob wahr werden zu lassen.

Lehrgänge und Kurse


Auf diesem Weg gebe es etwa immer noch Nachteile für Mittelschüler, weiß der Vorsitzende der Initiative, Jürgen Spickenreuther. "Wir wollen diese mit speziellen Zusatzqualifikationen in ihren Bewerbungschancen unterstützen." Die Max-Reger-Mittelschule biete beispielsweise ihren Schülern Computerlehrgänge mit dem XPert-Zertifikat sowie Sprachkurse mit dem Cambridge-Zertifikat an.

"Wir übernehmen hier wie auch schon in den vergangenen Jahren den Großteil der Kosten", berichtet der Vorsitzende. Dies sei auf der einen Seite wertvoll für die Betriebe, welche die Jugendlichen mit entsprechenden Aufgaben betrauen könnten. Auf der anderen Seite erhöhten sich mit den Zertifikaten natürlich auch die Chancen der Mädchen und Jungen auf den gewünschten Job immens. Ziel von "Pro Ausbildung" sei, diese Lehrgänge und Kurse in der gesamten nördlichen Oberpfalz anbieten zu können.

Überzeugender Ton


Doch nicht nur alleine Fachkompetenz ist im Beruf entscheidend. Laut Spickenreuther höre man immer wieder aus Handwerksbetrieben, dass es einigen Nachwuchskräften an den richtigen Umgangsformen fehle. "Viele sagen entweder gar nichts oder schlagen den falschen Ton an." Vor allem gegenüber Kunden sei ein solches Verhalten natürlich nicht gerade förderlich.

Die Initiative "Pro Ausbildung" organisiere aus diesem Grund heuer erneut ein Kurzseminar für sechs Schulklassen aus Weiden und Neustadt/WN, bei dem Kommunikationstrainerin Birgit Barth aus Auerbach den Mittelschülern hilft, bei der Bewerbung zu überzeugen und in der Ausbildung gegenüber Chef, Kollegen und Kunden einen überzeugenden Ton zu treffen und das richtige Verhalten zu finden.

Positive Rückmeldungen


"Wir haben schon positive Rückmeldungen erhalten", freut sich Spickenreuther. Verschiedene Lehrer berichteten, dass sich durch das Benimm-Training auch die Umgangsformen in der Klasse zum positiven gewandelt hätten.

Damit Mittelschüler einen passenden Ausbildungsplatz finden, unterstützt die "Initiative "Pro Ausbildung" überdies Berufsorientierungsmaßnahmen. Im Detail finanziert der Zusammenschluss die Materialkosten für einen Berufswahlpass-Ordner, die die Schüler selbst zusammenstellen.

Darin könnten die Jugendlichen alles gut strukturiert sammeln, was bei der Suche nach dem Ausbildungsplatz so anfällt - von Praktika-Erfahrungen bis zu Rückmeldungen der Firmen. Spickenreuther: "Der Berufswahlpass soll auch verhindern, dass ein Jugendlicher eine Ausbildung beginnt und nach einiger Zeit merkt, dass er dafür gar nicht geeignet ist." (puh)
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